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Ein Treff für Handwerker und Hausbesitzer

In Dresden startet die Messe „Haus 2018“, ein fester Termin auch für Bauherren und Firmen aus dem Osterzgebirge.

© Karl-Ludwig Oberthür

Von Franz Herz

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Dippoldiswalde/ Dresden. Bernd Köhler ist mit seiner Firma Raumcreativ C & B, die im Gewerbegebiet Reinholdshain in Dippoldiswalde ansässig ist, regelmäßiger Aussteller auf der Haus-Messe in Dresden. Dieser Branchentreff, der sich die „größte regionale Baumesse Deutschlands“ nennt, öffnet am 22. Februar wieder seine Tore. Von Donnerstag bis Sonntag ist dann geöffnet. Zum unmittelbaren Einzugsbereich der Messe gehört auch das Osterzgebirge. Köhler sagt: „Dort treffen wir mögliche Kunden, die bauen oder umbauen wollen, aber auch Firmenkunden, die Kooperationspartner suchen. Die Messe ist ein guter Mix von Industrie und Handwerk.“ Natürlich ist sein Anliegen, mit dem Messestand neue Kunden zu gewinnen. Aber zugleich sieht er sich um, was es technisch Neues gibt, welche Bauverfahren neu auf dem Markt sind. „Das ist auch für die Kunden ein Vorteil: Sie sehen, was es gibt und finden zugleich auch die Fachfirmen, die ihnen das einbauen können“, sagt Köhler.

Für Thomas Dybek, den Geschäftsführer der KDF Parkett- und Fußbodenleger GmbH aus Dippoldiswalde-Reinholdshain, steht der direkte Kontakt zum Kunden im Vordergrund. Dabei ist Geduld angesagt. „Manchmal kommt ein Kunde im ersten Jahr, wenn er seinen Hausbau plant, im zweiten Jahr ist er dann am Bauen und im dritten Jahr sind wir so weit, dass die Fußböden an die Reihe kommen“, beobachtet Dybek. Deswegen lohnt es sich für sein Unternehmen auch, regelmäßig auf die Messe zu gehen. „Seit über zehn Jahren sind wir schon dort. Es ist aber die einzige Messe, auf die wir gehen“, sagt er.

Die Firma Börrnert Zimmerei und Holzbau aus Reichstädt zeigt ein Muster einer typischen Holzwand und demonstriert an einer Art Kleiderständer verschiedene Möglichkeiten, ein individuelles Holzhaus zu bauen. Dabei verarbeitet Börrnert leimfreies Holz und kombiniert das auch mit Lehm. Das ist ein Angebot für anspruchsvolle Kunden. Wobei das Unternehmen jetzt auf der Messe Kunden für das Jahr 2019 sucht. „Für dieses Jahr sind wir schon voll ausgebucht“, sagt Geschäftsführer Ralf Börrnert.

Stammaussteller auf der Messe ist auch der Ruppendorfer Stuhlbauer Ingolf Michael. Er stellt seit 13 Jahren dort aus. Dieses Jahr hat er eine Raumausstatterin auf seinem Stand zu Gast, die den Besuchern vorführt, wie ein Stuhl gepolstert wird. Weiter zeigt er einen Loungesessel, wie er ihn vergangenes Jahr für ein Hotel in Bayern angefertigt hat, verschiedene Hocker, modern in Eiche oder klassisch in Zirbelkiefer. Ihm liegt daran, auch sein Handwerk der Öffentlichkeit vorzustellen. „Viele Leute wissen ja gar nicht, dass es solche Betriebe wie meinen gibt“, sagt der Stuhlbauer.

Auch andere Firmen aus dem Osterzgebirge nutzen die Messe, sich zu präsentieren. Andreas Nietzold aus dem Glashütter Ortsteil Johnsbach stellt mit seinem Unternehmen Top Qualitätshaus immer wieder auf der Messe aus, ebenso Werner Oeser mit seinem Pretzschendorfer Unternehmen, das Hochbau-, Sanitär-, und Heizungsarbeiten ausführt. Steffen Böhme, der in Dippoldiswalde, Bannewitz und Dresden ein Möbel- und Küchenhaus betreibt, ist auch auf der Haus-Messe vertreten.

Baumesse „Haus 2018“ vom 22. bis 25. Februar, 10 bis 18 Uhr, Messegelände Dresden. Tageskarte 10 Euro, für Inhaber der SZ-Card am Donnerstag und Freitag 6 Euro.