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Einbruch bei der Feuerwehr

Unbekannte nahmen aus dem Gerätehaus in Radewitz mehrere Großgeräte mit. Waren es dieselben Täter, die einen Tag zuvor in Riesa zuschlugen?

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Glaubitz. Ulrich Matthees, der zuständige Sachbearbeiter Brandschutz bei der Gemeinde Glaubitz, versteht die Welt nicht mehr: „Dass mittlerweile immer häufiger Feuerwehren bestohlen werden, ist wirklich traurig.“ Damit reagiert er auf einen Einbruch ins Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Radewitz. In der Nacht zum Dienstag brachen bislang unbekannte Täter durch ein Fenster in das Gebäude ein und griffen tüchtig zu. Mehrere Großgeräte, darunter eine Kettensäge und auch ein Kompressor, nahmen sie aus einem der abgestellten Fahrzeuge mit.

Die Schadenaufstellung war gestern noch nicht abgeschlossen. Es sollen aber auch mehrere kleinere Werkzeuge gestohlen worden sein. „Zusammen mit dem Sachschaden, den die Täter am Fenster verursacht haben, gehen wir derzeit von einem Schaden aus, der im unteren vierstelligen Bereich liegt“, sagte Ulrich Matthees der Sächsischen Zeitung. Die Kriminalpolizei hat Spuren gesichert und ermittelt jetzt nach den Tätern. Matthees hofft, dass die schnell gefunden werden. „Denn durch solche Einbrüche wird die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehren gefährdet“, sagt er.

Möglicherweise könnte dieser Fall in Zusammenhang mit einem Einbruch stehen, der Montagnacht bei einer Firma in der Industriestraße in Riesa stattfand. Konkrete Hinweise gibt es laut Polizei darauf zwar nicht, die Vorgehensweise ist aber ähnlich. Auch hier stiegen die Täter durch Fenster ein, das sie zuvor aufgebrochen hatten. Innen durchsuchten die Einbrecher alle Schränke und Schubladen. Anders als in Glaubitz fanden sie in dem Firmengebäude nichts Wertvolles.

Nicht nur in der Industriestraße, sondern auch bei den Feuerwehren in der Region kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Einbrüchen – teilweise mit erheblichen Schäden. (SZ)