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Einbrüche in Kaditz sind noch keine Serie

Anwohner sind aufmerksamer, manche haben Angst: In kurzem Abstand wurde in Dresdner Einfamilienhäuser eingebrochen.

Einbrecher haben mehrere Häuser in Kaditz heimgesucht. © Symbolfoto: Imago

Friedlich reihen sich die Einfamilienhäuser aneinander, viele Gartentore stehen offen, die Nachbarn in der Kaditzer Wohnsiedlung kennen sich gut. Derzeit rutschen die Anwohner noch etwas enger zusammen. Sie sind aufmerksamer als sonst, informieren sich, wenn sie etwas Ungewöhnliches auf der Straße beobachten oder Personen und Autos unterwegs sind, die im Viertel unbekannt sind. Der Grund: In den letzten drei Wochen gab es hier drei Einbrüche in Einfamilienhäuser. Auffällig ist, dass alle Straßen direkt beieinanderliegen, in einem Radius von wenigen Hundert Metern. Die Polizei prüft aktuell Zusammenhänge. „Von einer Serie sprechen wir in diesen Fällen allerdings noch nicht“, erklärt eine Sprecherin auf Nachfrage. Und sie fügt hinzu: Kaditz werde in der polizeilichen Ermittlungsarbeit nicht als Schwerpunkt für Einbrüche geführt. Dass sich Einbrüche in einem Stadtteil häufen, komme zudem nicht selten vor.

Diese Einschätzung der Polizei teilen einige Anwohner zwischen Seewiesenweg, Zitzschewiger Straße und der Straße Am Stadtrand – jenen drei Zufahrtsstraßen ins Wohngebiet, auf denen im Februar eingebrochen wurde. Mal wurde die Eingangs-, mal die Terrassentür aufgehebelt, in einem Haus wurde ein Fenster aufgestemmt. Vor allem Schmuck und Bargeld wurden dabei erbeutet.

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Zwar möchte niemand seinen Namen sagen, um keine unnötige Aufmerksamkeit zu erregen, aber zu den Einbrüchen selbst haben alle Anwohner etwas beizutragen. Ein Rentner, der im Garten werkelt, erklärt über den Gartenzaun hinweg, dass die Siedlung schon immer Diebe angelockt habe. Aus seinem und dem Garten seines Nachbarn sei schon Baumaterial geklaut worden. „Ins Haus kamen Räuber allerdings noch nicht.“ Und so soll es bleiben. Für eine Seniorin, die auf ihrem Fahrrad Stiefmütterchen transportiert, geben die Einbrüche durchaus Grund zur Sorge: „Man hat auf jeden Fall Angst. Das ist nicht normal. In dieser Häufung hat es das hier noch nicht gegeben“, erklärt sie. Auch einer jungen Frau geht es ähnlich. Sie betont, dass sie jedes Mal, wenn sie das Haus verlässt, doppelt und dreifach absperrt. „Selbst wenn ich nur zwanzig Minuten aus dem Haus bin, lasse ich alle Jalousien runter.“