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Eine Aufgabe für ganz Sachsen

Kommentar: SZ-Redakteur Peter Anderson über Konsequenzen aus der Schlammlawine

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Die Schlammlawine in Meißen zieht momentan alle Aufmerksamkeit auf sich. Klipphausen mit seinen vielen Ortsteilen ist aber ebenfalls schwer getroffen. Der Starkregen riss ganze Wanderwege weg, brach Straßen auf und verwüstete Häuser. Es handelt sich also nicht um ein vereinzeltes Phänomen. Die Schlammabgänge sind vielmehr eine Erscheinung, die künftig häufiger und verbreiteter auftreten dürften.

Mehrere Ursachen sind dafür verantwortlich. Zum einen merken wir hier tatsächlich einen Klimawandel. Genau diese Wettererscheinung sagen die Forscher seit Jahren voraus. Nun tritt sie ein. Gleichzeitig trifft der Starkregen auf landwirtschaftliche Flächen, die immer intensiver bearbeitet werden, immer größer werden, wo sämtliche Hindernisse für den Traktor beseitigt wurden. Nicht viel besser sieht es in den Wäldern aus. Hier herrschen Monokulturen, oder sie wurden gleich ganz abgeholzt wie an den Hängen entlang der B 6.

Nur eine dieser Ursachen zu beseitigen, wird das Problem nicht lösen. An vielen Stellen muss angepackt werden. Das ist eine Aufgabe für ganz Sachsen, nicht nur für Meißen und den Kreis.

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