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Feuilleton

Eine Ausstellung, die verbindet 

Eine neue Ausstellung in Kassel vergleicht die Kunstschule Bauhaus mit der documenta. 

Bauhaus-Ikonen wie der "Clubsessel B3 Wassily" (Marcel Breuer) und die Bauhaus-Leuchte (Wilhelm Wagenfeld) sind in der Vorbesichtigung in der Neuen Galerie zu sehen. © Uwe Zucchi/dpa

Kassel. Eine neue Ausstellung in Kassel vergleicht die Kunstschule Bauhaus mit der documenta. "bauhaus | documenta. Vision und Marke" ist Titel der Schau, die bis zum 8. September in der Neuen Galerie zu sehen ist. "Es geht genauso um Gemeinsamkeiten, wie um Differenzen und auch Gegensätze", sagte Kurator Philipp Oswalt am Donnerstag. Ziel sei eine übergeordnete Betrachtung beider Kulturmarken.

Das vor 100 Jahren gegründete Bauhaus im Weimar gilt als die bedeutendste Schule für Kunst, Design und Architektur im 20. Jahrhundert. Laut Ausstellungsmachern gibt es zwar Gemeinsamkeiten mit der documenta als wichtigste Schau für moderne Kunst. Beide trenne aber auch viel. Beim Bauhaus gebe es den Versuch, eine "Grundgrammatik der Gestaltung zu formulieren". Bei der documenta erwarte man eine Konfrontation mit dem Fremden.

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So erfinde sich jede Ausstellung neu, erklärte Sabine Schormann, Generaldirektorin der documenta: "Insofern fanden wir das eine unglaublich spannende Idee, sich mit der documenta unter diesem Aspekt in Verbindung mit dem Bauhaus auseinanderzusetzen."

Teil des Projekts ist eine Online-Ausstellung, die ab dem 15. August im Internet zeigen soll, wie viel Bauhaus in der documenta steckt. (dpa)