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Eine Ausstellung ganz im Zeichen einer Familie

„Melodie der Farben“ eröffnet in der Stadtbibliothek. Gezeigt werden Werke aus insgesamt 80 Jahren Schaffenszeit.

© André Braun

Von Eric Mittmann

Hartha. Seine Kunst werde oft als zu ernst wahrgenommen. Dabei sei sie das gar nicht, sag Olga Scheck über die Werke ihres Vaters, Jurij Untilow. „Viele meinen, die Bilder seien zu dunkel, dabei ist Dunkelheit gar nicht schlecht. Die Erde ist schließlich auch dunkel“, sagt die freischaffende Künstlerin.

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Am Freitag eröffnete die Ausstellung „Melodie der Farben“ in der Harthaer Stadtbibliothek. Neben Malereien Untilows werden dabei auch Werke von Scheck sowie ihrem Bruder Michael Untilow gezeigt. Eine Ausstellung ganz im Zeichen einer Familie. Zur Eröffnung las Schecks Tochter Julia eine Rezension des ehemaligen Direktors der Gemäldegalerie „Neue Meister“ in Dresden, Dr. Horst Zimmermann, über die Werke Untilows. Für die musikalische Begleitung sorgte Schecks Sohn Reihnhold am Klavier.

„Die Rezension ist eine große Ehrung für uns“, sagte Scheck im Vorfeld. Auch, weil Zimmermann den wahren Charakter der Bilder erkannt habe. So beschreibt er eine gezeichnete Dorflandschaft als „stürmische Liebeserklärung voller Unruhe, weit entfernt von romantischen Stimmungen.“ Immer wieder sei Lebensfreude in den Bildern enthalten.

Für Scheck stellt die Ausstellung eine komprimierte Präsentation des Schaffes ihrer Familie da. „Es ist schwer zu zeigen, was mein Vater in 50 und mein Bruder in 30 Jahren geschaffen haben“, sagte sie. „Es ist ein kleiner Teil von dem, was in so vielen Jahren entstanden ist.“

Bis September soll die Ausstellung noch in der Harthaer Stadtbibliothek zu sehen sein. „Für gewöhnlich wechseln wir im Vierteljahresrhythmus“, sagt Bibliotheksleiterin Andrea Zenker.