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Eine Drohne für die Baumforschung

Das Wort Drohne nimmt man in Sachsen momentan nicht so gern in den Mund. Denn der in Dresden beheimatete Bundesverteidigungsminister steht wegen eines solchen Apparates derzeit in der Kritik.

© dpa

Tharandt. Die Technische Universität Dresden (TU) lässt künftig eine Drohne im Dienst der Wissenschaft fliegen. Am Dienstag wurde das unbemannte Gerät in der Fachrichtung Forstwissenschaften in Tharandt vorstellt. Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) durfte den sogenannten Octocopter mitsteuern. Er soll Bäume fotografieren und so Daten für dreidimensionale Baummodelle liefern. Konkret geht es um die Auswahl von Bäumen für die Pflanzung in Städten. Uta Berger, Professorin für Waldwachstum und Forstliche Informatik, ist überzeugt, dass unbemannte Flugobjekte die Umweltwissenschaften revolutionieren. Bisher mussten Forscher auf Fernerkundung mit Satelliten oder bemannten Flugzeugen zurückgreifen.

Die Forstwissenschaft gehört zur Fakultät Umweltwissenschaft der TU und kann auf 300 Jahre alte Wurzeln bauen: Der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz plädierte schon 1713 für einen behutsamen Umgang mit der Ressource Holz und prägte den Begriff der Nachhaltigkeit. Von Schorlemer und ihr für Umwelt und Agrar zuständige Amtskollege Frank Kupfer (CDU) verwiesen am Dienstag auf Anforderungen an die Forstwirtschaft, die der Klimawandel mit sich bringt. „Wir brauchen dringend wissenschaftlich neutrale Befunde und Expertisen, um die richtigen politischen Entscheidungen fällen zu können“, sagte von Schorlemer. Kupfer sieht die Forstbetriebe unter Zeitdruck, weil sich die Rahmenbedingungen rasant ändern.

Late Night Shopping Dresden
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Zur langen Einkaufsnacht unter dem Motto "Late Night Shopping" lädt das City Management Dresden am Freitag, 2. Oktober, in die Dresdner Innenstadt ein. Vom Neumarkt an der Frauenkiche bis zur Prager Straße beteiligen sich zahlreiche Händler und die großen Einkaufsgalerien an der Aktion.

Die TU Dresden und der Staatsbetrieb Sachsenforst erneuerten am Dienstag ihre seit Jahren andauernde Kooperation. Damit besitzen die 750 Studenten der Forstwirtschaften weiterhin einen eigenen Wald für Lehre und Forschung. Er grenzt unmittelbar an den kleinen Campus in Tharandt an und ist 285 Hektar groß. (dpa)