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Arbeit und Bildung

Eine echte Passion für Schuhe

Der Schuhmarkt ist geprägt vom Massenverkauf billig produzierter und verklebter Schuhe.

© Shoepassion

Die Gründer des Start-ups Shoepassion 2008 in Berlin beschließen ein Zeichen zu setzen gegen die vorherrschende Wegwerfgesellschaft und bauen innerhalb von zwei Jahren einen Online-Shop für rahmengenähte Schuhe auf. Durch eine bewusste und konsequente Rückbesinnung auf handwerkliche Traditionen „Made in Europe“ bieten sie ihren Kunden in einem sich wandelnden Markt hochwertiges und langlebiges Schuhwerk an und stellen so ein exemplarisches Beispiel für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen dar. So setzen Träger ihrer Schuhe nicht nur ein Zeichen dafür, dass sie Wert auf Qualität und Zeitlosigkeit legen, sondern zugleich die Zeichen der Zeit erkannt haben und dem Klima zuliebe auf einen ausschweifenden Konsum verzichten möchten.

SHOEPASSION nutzt bereits seit Jahren die Strategie, die Amazon erst heute umsetzt

,,Nach dem Start unseres Online-Shops im Jahr 2010 fanden bis 2012 immer mehr Kunden den Weg zu uns ins Büro und waren überrascht, dort nur Mitarbeiter, aber kein klassisches Ladengeschäft vorzufinden. So erkannten wir, dass die Leidenschaft für hochwertige Schuhe oft mit dem Wunsch verbunden ist, das zugehörige Warenangebot nicht nur digital, sondern auch haptisch erleben zu können und so funktionierten wir anfangs einen kleinen Konferenzraum in einen Showroom um, in dem wir von diesem Zeitpunkt an nach Terminabsprache Kunden betreuten’’ so Tobias Börner, Gesellschafter von Shoepassion. Heute ist Shoepassion nicht nur im E-Commerce, sondern auch im stationären Handel mit mittlerweile neun Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten. ,,In unseren Geschäften steht das Produkterlebnis im Vordergrund. Die Kunden kommen zu uns, damit das Produkt fühlbar für sie wird. Auch Amazon hat das Potential des stationären Handels mittlerweile erkannt und fährt mit Amazon Go und diversen anderen Konzepten eine ähnliche Schiene’’ erklärt Börner das Geschäftsmodell. So gilt Shoepassion als eines der ersten Unternehmen, die bereits 2012 erkannt haben, dass man Kunden in Zeiten des Online-Handels im Ladengeschäft neue Anreize bieten muss.

Tradition trifft auf Moderne

Ende 2016 kommt es dann zur bislang größten Herausforderung des Unternehmens. Mit der Übernahme des Traditionshauses Heinrich Dinkelacker, 1879 in Sindelfingen gegründet, schreibt Shoeassion Start-up Geschichte. ,,Von Anfang an war es uns sehr wichtig, uns stetig weiterzuentwickeln und unser Produktportfolio zu erweitern. Wir wollten uns nicht auf unserem Erfolg ausruhen. So gliederten wir 2016 das Traditionshaus Heinrich Dinkelacker ein, dessen in Budapest handgefertigte Schuhe fortan unser Luxussegment abdecken’’, so Börner.

Leidenschaft als Erfolgsfaktor

Persönliches Engagement steht bei Shoepassion im Vordergrund. ,,Leidenschaft spielt in unserem Unternehmen eine entscheidende Rolle. Das merkt auch jeder der zu uns kommt, sei es im Büro oder im Store’’. Tobias Börner hat Recht damit. Wer sich einmal einen Überblick über die Website verschafft oder einen Store besucht hat, der merkt, dass hinter diesem Unternehmen Personen stecken, die mit wahrer Begeisterung an ihre Aufgaben herangehen. So hat Shoepassion einen eigenen YouTube-Kanal, auf dem regelmäßig Pflegetipps für Schuhe gegeben und Trends vorgestellt werden um auch Kunden, die es bevorzugen online einzukaufen, die bestmögliche Kauferfahrung zu bieten. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur A. Priebe.