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Döbeln

Eine Ecke Roßweins verschwindet

Das Gebäude Damaschkestraße 2 sieht von außen noch ganz gut aus. Doch der Schein trügt.

Von Frank Korn
 3 Min.
Die Firma Umtech aus Rochlitz hat mit dem Abriss des Hauses an der Damaschkestraße 2 begonnen. Dies bringt für die Verkehrsteilnehmer Behinderungen mit sich.
Die Firma Umtech aus Rochlitz hat mit dem Abriss des Hauses an der Damaschkestraße 2 begonnen. Dies bringt für die Verkehrsteilnehmer Behinderungen mit sich. © Dietmar Thomas

Roßwein. Die Lommatzscher Straße in Roßwein ist derzeit in Höhe der Damaschkestraße gesperrt. Grund ist der Abriss des Eckhauses.

Eine Umleitung für Lkw ist großräumig, teilweise ab Döbeln, ausgewiesen. Wer sich mit seinem Laster nicht daran hält, läuft Gefahr, in einer der engen Altstadtgassen steckenzubleiben. Für Pkw ist eine Umleitung über den Oberstadtgraben und dann vorbei am Sportplatz auf die Haßlauer Straße ausgeschildert.

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Das Gebäude Damaschkestraße 2 macht von außen einen eher guten Eindruck. An den Fenstern hängen noch Gardinen. Aber der Schein trügt. Anfang des Jahres 2019 hat die Stadtverwaltung dieses Wohnhaus von der Eigentümergemeinschaft erworben. „Der Abriss war damals schon das Ziel“, so Bauamtsleiter Dirk Mehler. „Innen ist alles nass.“ Eine Erhaltung des Gebäudes sei aus diesem Grund nicht vertretbar.

Der Stadtrat hat die Abrissarbeiten an die Firma Umtech aus Rochlitz vergeben. Diese hatte sich mit drei weiteren um den Auftrag beworben und gab mit etwas mehr als 32.000 Euro das günstigste Angebot ab. Dirk Mehler rechnet damit, dass die Arbeiten insgesamt etwa acht Wochen dauern werden. Die Sperrung ist zunächst für zwei Wochen beantragt. Es ist aber durchaus möglich, dass die Straße schon eher wieder frei ist.

Bereits vor mehreren Jahren sind an der Lommatzscher Straße auf der rechten Seite stadtauswärts mehrere Häuser abgerissen worden. Dort ist inzwischen eine kleine Grünanlage entstanden. „Die Damaschkestraße 2 war zu diesem Zeitpunkt noch bewohnt, deshalb blieb dieses Haus zunächst stehen. 

Mittlerweile wohnt niemand mehr drin“, so Dirk Mehler. Damit steht dem Gesamtkonzept der Neugestaltung des Straßenzuges nichts mehr im Wege. Wie Dirk Mehler erläuterte, soll der Kreuzungsbereich Lommatzscher Straße/Damaschkestraße nach dem Abriss übersichtlicher gestaltet, der Fußweg verbreitert und die frei werdende Fläche begrünt werden, um ein einheitliches Bild zu erhalten.

Da die Damaschkestraße nicht im Stadtumbaugebiet liegt, kann die Kommune aus diesem Förderprogramm kein Geld akquirieren. Zuschüsse in Höhe von 8.400 Euro fließen aber trotzdem, und zwar aus dem Landesprogramm „Rückbau Wohngebäude“. Den Restbetrag muss die Stadt Roßwein selbst aufbringen. Mit dem Abriss bald aller Gebäude zwischen Oberstadtgraben und Damaschkestraße ist auf der stadtauswärtsführenden rechten Seite der Lommatzscher Straße eine große Frei- und Grünfläche entstanden.

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Auf der anderen Seite stehen die Häuser zwischen Gartenstraße und Herrmannstraße noch dicht an dicht. Dort sollen nach Möglichkeit auch keine Lücken durch Abrisse entstehen, wie Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) auf eine Anfrage Ende des vergangenen Jahres gesagt hatte. Doch in der Macht der Kommune liegt es nicht, dies zu verhindern, denn alle Gebäude in diesem Areal befinden sich in privatem Besitz.

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