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Eine einfache Rechnung

Die Gemeinde informierte über die neuen Abwasserpreise. Nur in einem Ortsteil sinken sie.

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© Norbert Millauer

Von Katharina Klemm

Gohrisch. Die neue Kalkulation der Abwassergebühren steht. Wird die entsprechend geänderte Abwassersatzung so beschlossen, werden für die Cunnersdorfer die Kubikmeterpreise auf 3,80 Euro sinken. Etwas wofür sie schon seit mehreren Jahren kämpfen. Die Kleinhennersdorfer und Papstdorfer hingegen wurden von einer leichten Erhöhung des Kubikmeterpreises um 31 Cent auf 4,96 Euro überrascht. Mit der Erklärung, dass es sich durch die geringere jährliche Grundgebühr von 20 Euro für Normalverbraucher für sie am Ende fast ausgleicht, waren die wenigsten zufrieden.

In der Einwohnerversammlung am Dienstag wollten der stellvertretende Bürgermeister Dieter Gemser (CDU) und die AG Abwasser die Kalkulation daher erklären – und damit auch das Zustandekommen der neuen Preise. Das Interesse war groß, der Gemeindesaal gut gefüllt.

Warum also nun der Anstieg? „Das ist eine ganz normale mathematische Rechnung“, erklärt Jürgen Scharfe von der AG Abwasser. Die Cunnersdorfer hätten im letzten Kalkulationszeitraum 2012 bis 2016 durch ihre horrenden Gebühren ein nicht unerhebliches Plus angehäuft. Die Kleinhennersdorfer und Papstdorfer hingegen hatten ein Minus erwirtschaftet. Das Geld, was die Cunnersdorfer also mehr bezahlten, wird nun an sie zurückgegeben. Die Bürger der zwei anderen Ortsteile müssen das, was sie zu wenig zahlten, nun durch einen leicht erhöhten Kubikmeterpreis ausgleichen.

Dass hier richtig gerechnet wurde, wollte keiner der Anwesenden bezweifeln. So richtig zufrieden schienen die von der Erhöhung betroffenen aber dennoch nicht. Und sie hatten noch mehr Fragen. Zum Beispiel warum in der Anlage in Kleinhennersdorf mehr Klärschlamm als in Cunnersdorf anfalle. Das erschien verdächtig. Wolfgang Trepte von der Abwassergruppe drehte den Spieß um. Man wisse nicht, warum in Cunnersdorf weniger Klärschlamm anfalle, in Kleinhennersdorf falle allerdings genau das an, was der Anlagenbetreiber, die Oewa Wasser und Abwasser GmbH berechne. Ein Grund für die höheren Gebühren war also auch dort nicht zu finden.

Alle Fragen konnte die Abwassergruppe nicht beantworten. Da hätte es die Oewa gebraucht. Daher gab es zum Abschluss noch ein Angebot: Gern kann sich jeder an die Herren der Abwassergruppe wenden. Sollten Sie etwas nicht beantworten können, werden Sie das Anliegen über den Bürgermeister an die Oewa senden. (SZ/kk)