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Eine Großdisco für die Jugend

Alexander Ahrens will Bautzens neuer OB werden. Die SZ traf ihn zum Stadtspaziergang.

© René Plaul

Von Frances Scholz

Bautzen. An der alten Posthalterei beginnt der Stadtrundgang mit Alexander Ahrens. Der Kandidat für die SPD, Linke und das Bautzener Bürgerbündnis (BBB) hat eine starke Verbindung zu dem denkmalgeschützten Gebäude. „Ich war damals mit in der Initiative gegen das Lauencenter. So bin ich auch zur Kommunalpolitik gekommen“, sagt der 49-Jährige. Ihn habe damals geärgert, dass die Bürger und auch die Stadträte lange nichts zum geplanten Lauencenter wussten. „So eine Situation möchte ich als OB nicht. Ich will mir ein Meinungsbild der Bautzener einholen“, sagt Alexander Ahrens. Dann könne man gemeinsam Lösungen und Ideen für das Areal entwickeln. „Auch das Hillersche Haus muss mit einbezogen werden. Es ist baugeschichtlich gesehen eines der spannendsten Häuser in Bautzen“, sagt der OB-Kandidat.

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Die Pläne des OB-Kandidaten Alexander Ahrens

Alexander Ahrens will den Protschenberg mit der Altstadt durch einen Aufzug verbinden.
Alexander Ahrens will den Protschenberg mit der Altstadt durch einen Aufzug verbinden.
Im Rathaus soll der Dienstleistungsgedanke Einzug halten.
Im Rathaus soll der Dienstleistungsgedanke Einzug halten.
Das Potenzial am Stausee will der OB-Kandidat nutzen und mit den ansässigen Unternehmern zusammenarbeiten.
Das Potenzial am Stausee will der OB-Kandidat nutzen und mit den ansässigen Unternehmern zusammenarbeiten.
Eine neue Skateranlage mit Überdachung soll es in Gesundbrunnen geben.
Eine neue Skateranlage mit Überdachung soll es in Gesundbrunnen geben.
Der Bahnhof ist das Tor zu Stadt. Im Gebäude selbst kann der neue OB nichts tun. Deshalb will Ahrens sich auf den Güterbahnhof konzentrieren.
Der Bahnhof ist das Tor zu Stadt. Im Gebäude selbst kann der neue OB nichts tun. Deshalb will Ahrens sich auf den Güterbahnhof konzentrieren.
Alexander Ahrens will das Hillersche Ensemble unbedingt erhalten und das Lauenareal entwickeln.
Alexander Ahrens will das Hillersche Ensemble unbedingt erhalten und das Lauenareal entwickeln.

Der Spaziergang führt von der Posthalterei über die Innere Lauenstraße weiter zum Rathaus. Auf dem Hauptmarkt stoppt Ahrens und erklärt, warum ihm das Rathaus wichtig ist. „Als OB sehe ich mich als Diener der Stadt. Diesen Dienstleistungscharakter will ich den Mitarbeitern in der Stadtverwaltung vorleben und sie motivieren.“ Über die Schlossstraße geht es zur Ortenburg. Auf dem Weg dorthin bezieht Alexander Ahrens auch Stellung zu Themen, die beim Stadtbummel nicht abgegangen werden können. „Der Bautzener Bahnhof ist für mich eine vertane Chance. Es gibt erst mal keine Möglichkeit in das Geschehen direkt einzuwirken.“ Mehr Potenzial sieht er beim Güterbahnhof. „Dort wäre es gut, wenn wir neue Wohnungen schaffen würden. Es gibt viele Fachkräfte, die auch hochwertigen Wohnraum suchen. So kann man mehr Kaufkraft in die Stadt holen.“

Stadt soll touristenfreundlicher werden

An der Ortenburg angekommen geht Alexander Ahrens zielgerichtet zum Osterweg. Von dort blickt er hinüber zum Protschenberg. „Wichtig ist mir die Erweiterung des Schliebenparkplatzes“, sagt er. Um Touristen von dort schnell in die Stadt zu holen, will Alexander Ahrens einen Aufzug am Protschenberg und auf der Seite der Ortenburg bauen. „Dann könnten Touristen über die Fußgängerbrücke an der Spree von einem zum anderen Aufzug kommen.“ Finanziert werden könne diese Idee über verschiedene Förderprogramme.

Während des Rundgangs über den Osterweg spricht Alexander Ahrens auch das Thema Jugend in Bautzen an. „Es muss sich etwas für die Jugendlichen tun. Wir dürfen sie nicht sich selbst überlassen.“ Er möchte eine überdachte wetterfeste Variante der Skateanlage in Gesundbrunnen. „Aber das allein reicht nicht. Ich bleibe dabei, dass auch eine Großdisco wichtig ist.“ Um potenzielle Investoren dafür in die Stadt zu ziehen, will er die Vergnügungssteuer abschaffen. „Es gibt jetzt schon keine Einnahmen, weil sich niemand mehr traut ein Fest zu machen“, begründet Ahrens. Der Weg zurück zum Hauptmarkt führt über die Heringstraße. Dort sprechen Alexander Ahrens mehrere Bautzener an. „Ich drücke die Daumen für Sonntag“, sagt einer. Alexander Ahrens motiviert das. „Ich möchte ein OB zum Anfassen sein.“