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Eine gute Halbzeit reicht nicht zum Sieg

Hartha verliert vor heimischem Publikum gegen Zwickau. Der Gegner war von Anfang an mit Herz und Kopf im Spiel.

Von Thomas Petzsch

Nach zwei Auswärtsspielen in Folge und einer kleinen Spielpause ging die erste Vertretung der Harthaer Handballer am Sonntag wieder in heimischer Halle auf Punktejagd. Zu Gast war die Mannschaft aus Zwickau. Am Ende eines umkämpften Spieles reichte es für die Kurortler nicht zum Sieg: Mit 21:24 mussten sie sich dem ZHC Grubenlampe geschlagen geben.

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Die ersten Minuten des Spiels verliefen auf beiden Seiten nicht unbedingt sehenswert. Es brauchte einige Zeit, bis die Bälle in den eigenen Reihen sicher gespielt werden konnten, ohne dass das Spielgerät im Seitenaus oder beim Gegner landete. Allerdings schafften es die Gäste deutlich besser, die anfänglichen Schwierigkeiten abzustellen. Der ZHC fand in der ersten Hälfte immer wieder teils riesige Lücken im Harthaer Abwehrverbund. Damit hatten die erfahrenen Sachsenligisten auch keine großen Probleme, den Ball dann im Tor unterzubringen.

Die Kurortler dagegen taten sich weiterhin schwer. Kaum ein Angriff verging, in dem sie keinen technischen Fehler machten. Das führte zu einer zunehmenden Frustration der Hausherren, unter der auch ihre Konzentration sehr stark litt. Durch unsaubere Abspiele oder nicht optimale Abschlüsse lud man den Gegner regelrecht zum Torewerfen ein. Zum Ende des ersten Durchgangs schafften es die Männer vom Trainerteam Wunsch/Texter aber, auch gute Aktionen zu zeigen und ein sicheres Aufbauspiel auf die Platte zu bringen. Den Fünf-Tore-Rückstand konnte Hartha aber nicht mehr verkleinern, sodass es zur Halbzeit mit einem unbefriedigenden 9:14 in die Kabinen ging.

In der Pause appellierten die Trainer, dass jeder Spieler sein Bestes geben müsse, um das Spiel noch zu drehen. Die Mannschaft musste endlich ihren Kampfgeist zeigen, dank dem sie sich ihre bisherigen Punkte in Sachsens höchster Spielklasse erarbeiten konnte.

Doch auch die zweite Halbzeit brachte in den ersten Minuten keine qualitative Steigerung. Auf beiden Seiten passierten viele technische Fehler oder Fehlwürfe. Beim Stand von 17:10 für den ZHC schafften es die Kurortler, knapp zehn Minuten kein Gegentor zu kassieren, erzielten aber auch selbst keins. Zu ungenau, zu unkonzentriert agierten sie im Angriff oder im Tempogegenstoß, um den Ball letztendlich im Tor unterzubringen.

Mit der Zeit besserte sich dies. Es gelangen einige schnelle Tore, und das Aufbauspiel – verbunden mit einer besseren Chancenverwertung – klappte nun deutlich besser. So konnten sich die Hausherren auf 19:20 herankämpfend, ein Punktgewinn schien greifbar. Doch diese Aufholjagd hatte zu viel Kraft und Konzentration gekostet, die dann in den letzten Minuten fehlte.

Am Ende verlor Hartha verdient mit 21:24 gegen einen Gegner, der von Anfang an mit Herz und Kopf beim Spiel war. Die SG muss sich selber vorwerfen, dass eine gute Halbzeit nicht reicht, um in der Liga zu bestehen. Nun gilt es, auf das nächste Auswärtsspiel in Leipzig zu schauen.