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Eine kluge Entscheidung

Großenhain erwirbt nach jahrelangen Verhandlungen den Topfmarkt zurück. Birgit Ulbricht kommentiert den Kauf des innerstädtischen Areals.

© Kristin Richter

Es ist richtig, dass Großenhains Stadträte den Kauf des Topfmarktes kritisch hinterfragt haben. Welche Altlasten erwarten uns wirklich, sprich welche Kosten? Welche Voruntersuchungen hat es gegeben, um böse Überraschungen zu vermeiden? Nach den jüngst verkündeten horrenden Mehrkosten für den Neubau des Großenhainer Naturbades ist das unausweichlich. Ja, notwendig. Und dennoch ist es gut, dass die Stadträte beides nicht in einen Topf geworfen haben.

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Ich bin mir nicht sicher, ob die Großenhainer nicht doch irgendwann der Meinung sind, dass ein normales, meinetwegen verkleinertes Stadtbad nicht besser gewesen wäre. Spätestens, wenn vielleicht in ein paar Jahren die Biologie mal nicht funktioniert, dürfte das der Fall sein. Über den Topfmarkt spricht dann kein Mensch mehr. Ganz sicher wird debattiert, was man aus der Fläche machen will – aber dass es richtig war, den Platz in städtische Hand zurückzuholen, wird keiner bezweifeln. Davon bin ich überzeugt. Der Topfmarkt hat im Kopf der Großenhainer ohnehin stets allen gehört – als Festplatz zum Tag der Sachsen oder als täglicher Parkplatz. Alte Kellerräume in der Erde werden da niemanden abschrecken – sonst dürfte die Stadt Dinge wie den Abriss der alten Bergbrauerei Zschieschen auch nicht angehen.

E-Mail an Birgit Ulbricht