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Dresden

Eine Million für Dresdner Stasi-Gedenkstätte

Das Geld wird für die Sanierung der Gedenkstätte Bautzner Straße genutzt, um daran zu erinnern, wie unmenschlich Gefangene dort behandelt wurden.

In der Gedenkstätte Bautzner Straße sollen unter anderem Kellergefängnisse als Mahnmal erhalten bleiben.
In der Gedenkstätte Bautzner Straße sollen unter anderem Kellergefängnisse als Mahnmal erhalten bleiben. © René Meinig

Dresden. Die Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden erhält eine Förderung in Höhe von einer Million Euro. Damit soll der sogenannte "Fuchsbau", ein Keller, der vom sowjetischen Geheimdienst nach dem Zweiten Weltkrieg als Gefängnis genutzt wurde, saniert werden. Das teilte das Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus am Mittwoch mit.  Der Förderbescheid wurde dem Betreiberverein „Erkenntnis durch Erinnerung“ überreicht.

In dem Keller wurden Gefangene unter unmenschlichen Bedingungen ohne natürliches Licht in nassen Zellen eingesperrt. "Mit den Fördermitteln für Sanierungsarbeiten wollen wir die Kellergefängnisse der Gedenkstätte Bautzner Straße als Mahnmal weiter erhalten", sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU). In den sächsischen Gedenkstätten wolle man an die Diktaturen des 20. Jahrhunderts auf deutschen Boden erinnern "und dafür sorgen, dass das schreckliche Leid nicht vergessen wird, welches diese Herrschaftssysteme gebracht haben". 

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Mit der Förderung soll auch die technische Ausstattung der Gedenkstätte verbessert werden. Die Mittel stammen aus dem treuhänderisch verwalteten Vermögen der Parteien und der ihnen verbundenen Massenorganisationen der ehemaligen DDR.

Die Gedenkstätte Bautzner Straße bietet die bundesweit einzigartige Möglichkeit, die Dimensionen politischer Verfolgung in der SBZ und DDR von 1945 bis 1989 am historischen Ort und in einer zusammenhängenden Präsentation zu zeigen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entstand in der Bautzner Straße das zentrale sowjetische Untersuchungsgefängnis einschließlich Vernehmungs- und Gerichtsräumen für das Land Sachsen. Viele Menschen wurden dort vom sowjetischen Sicherheitsdienst wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Kriegsverbrechen oder der Mitgliedschaft in nationalsozialistischen Organisationen verhaftet und verhört. Häufig folgte eine Internierung ohne Urteil und ohne den Nachweis persönlicher Schuld. 

Nachdem 1953 der Komplex an die DDR-Behörden übergeben wurde, richtete das Ministerium für Staatssicherheit dort ihre Bezirkszentrale ein. Am 5. Dezember 1989 besetzten Dresdner Bürgerinnen und Bürger die Zentrale friedlich, um die begonnene Vernichtung der Akten der Staatssicherheit zu stoppen.

Die geförderte Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. (dpa/SZ)

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