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Kamenz

Eine neue Krone für die Pulsnitzmauer

Am Ufer der Pulsnitz wird wieder gebaut. Deshalb muss der neue Asphalt für das hintere Stück der Schulstraße noch bis zum nächsten Jahr warten.

Die Mauer zur Pulsnitz erhält eine neue Krone plus Geländer.
Die Mauer zur Pulsnitz erhält eine neue Krone plus Geländer. © privat

Pulsnitz. Die Schulstraße südlich des Schlossparks mit der Ufermauer zur Pulsnitz ist schon seit Jahren immer wieder in Abständen unter den großen Projekten der Stadt. Mit viel Aufwand wurden im vorderen Teil bereits Mauer und Straße saniert. Der hintere unbefestigte Teil der Straße steht noch aus. Über den Zustand hat es wohl schon Klagen der Anwohner gegeben. In diesem Jahr sollten die Straßenbauer eigentlich anrücken. Aber das Vorhaben wurde auf 2020 vertagt. Gebaut wird in dem Bereich derzeit aber trotzdem. Das ist auch der Grund für den Aufschub der Straßensanierung. Bei Erkundigungen dafür, waren Schäden an der Mauerkrone festgestellt worden, auf einer Länge von knapp 100 Metern. Die Stadt hatte ein Baugrundgutachten in Auftrag gegeben. „Die Mauer selbst ist in Ordnung“, schätzt Kay Kühne der Leiter des Bauressorts ein. Deshalb musste der Straßenbau verschoben werden. Die neue Mauerkrone stelle der Bauhof der Stadt selbst her und macht seinem Namen damit alle Ehre.

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Die Stadt arbeitet mit dem eigenen Bauhof.
Die Stadt arbeitet mit dem eigenen Bauhof. © privat

Dem Ressortleiter ist es wichtig, das zu betonen. Denn die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes würden bei den Bürgern meist nur mit solchen Aufgaben verbunden wie Straßenreinigung oder Winterdienst. Oder wenn es darum geht die Buden für Festivitäten aufzustellen. Doch ein Bauhof sei eben mehr und sollte auch Anspruchsvolleres können, sagt der Bauressortchef. So sei der Mauerkronenbau ein Novum für den Bauhof, ein Projekt in der Größenordnung. Es erfordere schon bauhandwerkliches Geschick. Die Mauerkrone müsse letztlich allen statischen Anforderungen entsprechen. Das sei auch insofern von Bedeutung, weil die Mauerkrone später die Begrenzung der neuen Straße sein werde. Das erste Stück sei fertig und das Ergebnis könne sich sehen lassen, schätzt Kay Kühne ein. Möglich sei es, weil es auch gelungen sei, entsprechende Fachleute für den Bauhof zu gewinnen.

Die unbefestigte hintere Schulstraße soll nun ebenfalls eine Asphaltdecke bekommen. Die Strecke sei etwa 200 Meter lang. In dem Zuge wollen die Zweckverbände auch gleich Trink- und Abwasserleitungen erneuern. Die Stadt hat für ihren Anteil – also die Mauer und den Straßenbau – etwa 130 000 Euro veranschlagt. Es ist der dritte Bauabschnitt zur Sanierung der Ufermauer und der Schulstraße entlang der Pulsnitz. In die ersten zwei Bauabschnitte mit einer Länge von etwa 270 Metern flossen bis 2016 über eine Million Euro.