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Eine problematische Beziehung

Ein Mann vergeht sich am Sohn seiner Partnerin. Weil die Frau davon wusste, stand sie nun auch vor Gericht.

© dpa

Dresden. Eine Mutter musste sich wegen Verletzung ihrer Fürsorge- und Erziehungspflicht vor dem Amtsgericht Dresden verantworten. Laut Anklage hat die 42-jährige Deutsche gewusst, dass ihr damaliger Partner (gleichfalls deutscher Staatsbürger) mehrfach wegen Missbrauchs von Kindern vorbestraft ist und Jahre im Gefängnis gesessen hatte. Dennoch hatte sie es zugelassen, dass sich ihr Partner mehrfach im Kinderzimmer mit ihrem 2006 geborenen Sohn eingeschlossen und ihn missbraucht hatte – mindestens elf Fälle seit 2013 wurden bekannt. Die Sache flog Mitte 2016 auf. Der Mann, Rolf W. (37), mit dem die Angeklagte auch einen dreijährigen Sohn hat, wurde Anfang 2017 zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

Am Donnerstag legte die alleinerziehende Mutter dreier Kinder ein Geständnis ab und ersparte Zeugen, darunter auch ihrem Sohn, eine Aussage. Ihr Ex-Partner habe ihr von seiner Vorgeschichte erzählt, auch die Polizei habe sie gewarnt, dass der 37-Jährige unter Führungsaufsicht stehe und ihm ein alleiniger Kontakt zu Kindern und Jugendlichen untersagt sei. Offenbar hatte sie sich nicht getraut, sich gegen den Mann durchzusetzen.

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Das Gericht verurteilte die Angeklagte nach einer Verfahrensverständigung zu einer Geldstrafe von 700 Euro. „Sie hatten die Sorge für ihr Kind“, sagte die Richterin zu der Angeklagten. (SZ/lex)