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Radebeul

Eine Reise in die Goldenen Zwanziger

Glamour, Lebenslust, Avantgarde und Exotik versprechen die Landesbühnen Sachsen für ihren Bühnenball am Samstag.

Der große Theatersaal wird zum Berliner Tanzsaal umgebaut. Auch in allen anderen Ecken und Winkeln des Theaters erwartet die Besucher Programm.
Der große Theatersaal wird zum Berliner Tanzsaal umgebaut. Auch in allen anderen Ecken und Winkeln des Theaters erwartet die Besucher Programm. © Sylvio Dittrich

Radebeul. Der Samstagabend soll glamourös werden in den Landesbühnen. Dann lädt das Theater zu seinem inzwischen 6. Bühnenball ein. Dieses Jahr, passend zum neuen Jahrzehnt, wird unter dem Motto „Die Goldenen Zwanziger“ gefeiert. Es geht freilich um die Zwanziger vor hundert Jahren, deren Nachtleben von Glamour, Lebenslust, Avantgarde und Exotik gekennzeichnet waren. „Wir wollen in diese Zeit eintauchen mit ganz vielen verschiedenen Aspekten“, sagt Jane Taubert, die die künstlerische Leitung für den Bühnenball übernommen hat.

Der große Theatersaal wird zum Berliner Tanzsaal umgebaut, hier können die Tanzbegeisterten zur Musik des Ballorchesters Serenata Saxonia beim Charleston, Foxtrott, Swing, Walzer und – wer’s verrückt mag – auch Black Bottom die Beine schwingen. Wie früher üblich, werden Tanzkarten verteilt, auf denen die Männer notieren können, zu welchem Tanz sie welche Dame im Arm gehalten haben. „Um 23 Uhr wird es einen Tanz-Flashmob im Ballsaal geben“, verrät Jane Taubert. 

Wer den Pfennig nicht ehrt

und sich nicht im Paragrafendschungel zurechtfindet, ist schnell arm dran. Tipps und Tricks rund um Geld, Sparen und juristische Fallstricke gibt es hier zu finden.

Wer vorher noch mal schnell üben will, bekommt im Ballettsaal einen kurzen Crashkurs. Der Höhepunkt des Abends ist die Prämierung des besten Tanzpaares sowie der besten 20er-Jahre-Kostüme. Um Mitternacht zeigt Stargast Ahmad Mesgarha mit Pianistin Olga Nowikowa einen Auszug aus seinem Reutter-Programm „Der Überzieher“.

Gefeiert wird aber nicht nur im Hauptsaal. „Die Gäste können durch die Gänge wandeln und in jedem Raum etwas Neues erleben“, sagt die künstlerische Leiterin. In der Blue Galerie (Glashaus) werden die Besucher empfangen von Amadeus Boyde am Flügel und vom Trio Filou.

 In einer Ausstellung im Foyer gibt es nachempfundene Kunstwerke von damals zu bestaunen. Unterhaltung versprechen Claire Waldoff und die Comedian Harmonists im Berliner „Kabarett Größenwahn“ (Goldne Weintraube). Hier ist auch ein Piratencabaret zu erleben. Im Speakeasy „Blind Pig“ (Studiobühne) erwartet die Besucher Jazzmusik und im Café Kinopolis werden Stummfilmklassiker gezeigt. 

„Unsere sämtlichen Ensembles sind im Galaprogramm zu erleben, aber auch an allen Ecken im Haus zu sehen und zu hören“, sagt Jane Taubert. Den Ball moderieren Holger Uwe Tews, Mu-Yi Chen und Norbert Kegel.

„Die 20er-Jahre waren auch die Zeit der Prohibition in den USA. Alkohol war verboten, aber der illegale Verkauf florierte“, so Jane Taubert. Zum Bühnenball können die Besucher ein Getränk, auch Hochprozentiges, in einer typischen Prohibitionskneipe gönnen, in die man damals nur mit Codewort kam. 

Die Mafia und auch die Polizei werden dort aber nicht weit sein. Ansonsten reiche das kulinarische Angebot von Buletten und Rollmops à la Berliner Straßenkneipe bis zu feinen Spezialitäten, verrät Jane Taubert. Auch ein typisches Wiener Café wird eingerichtet.

Eintrittskarten gibt es in drei Preiskategorien: Das Gala-Ticket, inklusive Ballwährung im Wert von 20 Euro für Kulinarik mit Zutritt ab 18 Uhr, kostet 90 Euro. Mit dem Ball-Ticket für 60 Euro kann man ab 20.30 Uhr teilnehmen und hat ebenfalls Essen inklusive. Ohne Speisen und ab 22 Uhr kann man den Bühnenball mit dem Flanierticket für 30 Euro besuchen. Für den Ball am 8. Februar gibt es noch Restkarten.

Tickets unter Telefon 0351 8954214 oder per Mail an sowie im Webshop.

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