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Eine unbequeme Wahrheit

Aktuelle Zahlen belegen es: Durch Einwanderer ist es zu mehr Kriminalität gekommen. Was bedeutet dieser Fakt für die sensibilisierte Öffentlichkeit? Ein Kommentar.

© Symbolfoto: dpa

Gunnar Saft

Auch wenn es ihm hier und da sichtlich schwerfiel: Es ist gut, dass Sachsens Innenminister bei der Präsentation der aktuellen Kriminalitätsstatistik von sich aus ein Problem in den Vordergrund rückte, auf das die Öffentlichkeit seit nunmehr zwei Jahren besonders sensibel reagiert. Die neuen Daten belegen dann tatsächlich einen Anstieg der Kriminalität unter den Zuwanderern, von denen bis Ende 2016 mehr als 63 000 in den Freistaat kamen.

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Niemand wird verhindern können, dass dieser Fakt gezielt missbraucht wird, um Stimmung zu machen gegen jeden Fremden, der heute im Land lebt. Allein, wer bei diesem Thema nicht nur auf Pauschalurteile zurückgreifen will, dem verhilft die Offenlegung dieser Daten zu einer genaueren Übersicht – und damit auch zu einer differenzierten Meinung. Dabei gibt es zunächst überhaupt nichts zu beschönigen. So ist der Anstieg von Gewalt- und Sexualdelikten bei den Zuwanderern genauso besorgniserregend wie die steigende Zahl der Drogenvergehen. Das zeigt, dass es weiterhin Defizite bei der angestrebten Integration in das deutsche Rechts- und Wertesystem gibt – egal, ob der Einzelne nur bis zum Abschluss seines Asylverfahrens bleibt oder danach womöglich für immer.

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Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich die meisten Zuwanderer an Recht und Gesetz halten – genauso, wie es die übergroße Mehrheit der Deutschen jeden Tag macht. Es kann also hier wie dort immer nur um eines gehen: die Straftäter. Die müssen gefasst und zur Verantwortung gezogen werden. Dass sich Sachsens Polizei im Fall der Zuwanderer nun verstärkt um die kleine Gruppe von Intensivtätern kümmern will, ist legitim. Allerdings darf das nicht zum Alibi-Handeln verkommen. Es hat nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, wenn Bürger darauf achten, dass jedermann in der Nachbarschaft von Staat und Gesetz gleich behandelt wird. Schon leichte Zweifel daran sind verheerend. Polizei und Justiz im Freistaat stehen damit vor einer heiklen Aufgabe. Je besser sie diese lösen, umso stärker das Gefühl, dass es im Freistaat gerecht zugeht – und umso weniger Chancen haben Intoleranz und Hass.