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Eine verrückte Premiere

Dorit Gäbler und Karl-Heinz Bellmann sind ein besonderes Ehepaar. Das zeigen sie ausgerechnet im Bahnhof von Bad Gottleuba.

© privat

Von Heike Sabel

Bad Gottleuba. Auf dem Bahnhof arbeiten? Nee. Das wollte Dorit Gäbler nie. Nun ist sie schon viermal im Parkcafé im alten Gottleubaer Bahnhof aufgetreten. Am Freitag kommt sie sogar mit einer Premiere hierher. Premieren sind immer was Besonderes, diese aber auch insofern, als dass die Dresdner Sängerin und Schauspielerin gemeinsam mit ihrem Mann Karl-Heinz Bellmann ein Programm aufführt. Aufgetreten sind sie schon zusammen, aber nicht mit einem eigenen Programm.

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Erst gar kein Bahnhof, dann sogar eine Premiere? Ein bisschen verrückt seien sie eben, sagen die beiden, deshalb wohl auch der Name des neuen Programmes: „Ein verrücktes Ehepaar“. Beispiele gefällig? Sie tanzen einfach mal in einem Warenhaus, was manchen schon sehr verrückt vorkommt. Auch wenn er sie auf den Schultern bis zur nächsten Bar oder auf dem roten Teppich auf seinen Händen trägt, schütteln andere die Köpfe. „Wenn sie nachts von einer Tournee kommt, stehe ich auch schon mal barfuß auf der verschneiten Straße mit dem Schampus in der Hand, um sie zu empfangen“, sagt Bellmann.

Noch nicht genug Verrücktes – an jedem Zehnten im Monat lässt sich Bellmann etwas Besonderes einfallen. Es ist ihr Kennenlerntag, es war der 10. April 1978. Wenn sie da auf Tournee ist und ihn zu Hause glaubt, schleicht er in ihr Hotelzimmer. So was ist dann schon verrückt und braucht jemand genau so Verrückten, der das aushält.

„Verrückt ist auch, dass ich meine Frau zum Urlaub über zwei Wochen fast zwingen muss“, sagt Bellmann. Jetzt waren sie auf Teneriffa, am Montag sind sie zurück gekommen. Auch auf der Insel passierte Außergewöhnliches. Bei einem Bummel über den Markt von Alcala entdeckten sie Uhren aus Schallplatten mit Künstlernamen und -konterfeis. Auf einer Uhr stand Dorit Gäbler. Der slowenische Uhrenkünstler hatte auch in Deutschland gelebt und kannte sie aus dem Fernsehen. Mal sehen, was die beiden Verrücktes in Gottleuba auf die Bahnhofsbühne bringen.

Dorit Gäbler, ihr Mann und Gottleubas Cafébetreiber Christian Helm kennen sich, natürlich, über Musik. Helm, der Saxofon und Piano spielt, macht das ab und zu auch in Bellmanns Dresdner Gaststätte „1900“. Dort lernten sie sich kennen. „Da wir im verkehrstechnischen Bereich einiges gemeinsam haben, ich Straßenbahn Linie 6, er Bahnhof, bot sich das an“, sagt Bellmann. Helm nahm das Angebot gern an und revanchiert sich demnächst wieder.

Nach den bisherigen Solo-Programmen von Dorit Gäbler in Gottleuba nun also am Freitag die Premiere mit ihrem Mann. Er, der sich als „extremer Live-Künstler“ beschreibt, sie, die Vollprofi-Schauspielerin. Bei ihr müssen die Texte sitzen, ich kann mir gar nichts merken, sagt Bellmann. Ob das gut geht? „Wir haben inzwischen voneinander gelernt.“

Parkcafé Alter Bahnhof, Freitag, 29. Januar, 19.30 Uhr, Eintritt: 22 Euro, inklusive kleinem Snack, Karten-Bestellungen: 035023 527705