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Eine Waffe für eine Wasserleitung

Naturmarkt und Tag des offenen Denkmals in Stolpen bieten einiges für den Gaumen und die Augen. Und es gibt überraschende Einblicke.

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© Dirk Zschiedrich

Von Anja Weber

Stolpen. Der Stolpener Peter Jungnickel ist in Hochform. Er schwebt schon im „800-Jahre-Stadtfest-Himmel“. Für das Jubiläum der Stadt im Jahr 2018 baut und tüftelt er an einer alten Wasserleitung, und zwar ehrenamtlich. Er baut ein originalgetreues Modell einer Wasserkunst nach, um zu zeigen, wie die Stolpener sich damals mit Wasser versorgt haben. Um das Vorhaben umzusetzen, benötigt er auch etwas Geld. Eine Versteigerungsaktion beim Stadtfest brachte 211 Euro für das Projekt. Beim Natur- und Bauernmarkt hofft er zur Versteigerung am 11. September 15 Uhr auf den großen Wurf, um die Materialkosten decken zu können.

In Stolpen ist es Tradition, dass der Erlös der Aktion immer einem guten Zweck zur Verfügung gestellt wird. Und in diesem Jahr ist es für die Wasserkunst. Das Modell wird wohl so groß sein, dass zwei Kinder in einem hölzernen Rad laufen können und dadurch das Wasser in Bewegung setzen werden. Die Anlage soll in der Festwoche 2018 auf dem Marktplatz aufgebaut werden. Annett Immel, die Tourismuschefin, ist schon ganz aus dem Häuschen. Sie findet die Idee von Peter Jungnickel richtig toll und hofft natürlich, dass zur Versteigerung viele mitbieten werden.

Die Versteigerung ist aber nur eine Aktion. Rund um den Naturmarkt gibt es zum Beispiel auch viel Musik. 46 Händler bauen ihre Stände auf. Neben kulinarischen Köstlichkeiten zum Genießen vor Ort gibt es zahlreiche in Handarbeit gefertigte Dinge. Bereichert wird der Naturmarkt durch sechs Flohmarktstände in der Innenstadt. Hier verkaufen Privatleute etliche Dinge. Vorbeischauen lohnt sich dort. An die Kinder wurde auch gedacht: Es sind mehrere Bastelstände eingerichtet, der Spinnerin und dem Steinmetz kann man bei der Arbeit über die Schulter schauen. Und die Kleintierschau ist bestimmt auch interessant. Am Sonntagnachmittag zaubert Miss Hopkins im romantischen Innenhof des Bürgerhauses, Markt 26.

Für alle Bierkenner bietet Stefan Oettel aus Lohmen an seinem Stand erstmals ein selbst gebrautes Bier an. „Ich möchte meinen Kunden zeigen, wie unterschiedlich Bier schmecken kann und gleichzeitig eine transparente Verbindung zwischen Produzent und Verbraucher in der Region schaffen“, sagt Stefan Oettel.

Die Erntekrone für den Marktbrunnen ist schon fertig. Sie wurde in diesem Jahr erstmals von Anni Köhler aus der Gärtnerei Kleinstäuber gebunden. Mit der festlichen Enthüllung der Erntekrone und einem herbstlichen Kulturprogramm der Basaltus-Grundschule Stolpen wird am Sonnabend 11 Uhr der Naturmarkt eröffnet. Ein Höhepunkt wird die Krönung der neuen Basaltkönigin Vera Tuschling am Sonntag sein. Diese findet 16 Uhr auf dem Marktplatz statt. Der Tag des offenen Denkmals wird wieder von dem Stolpener Geologen Thomas Scholle organisiert. An die 23 Stationen wird er in diesem Jahr den Besuchern anbieten. Sie können in Keller und Gewölbe und fremde Häuser schauen und werden so manches Spannende erleben und entdecken.

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