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Einigung im Streit um Baugebiet

Die Zahl der Häuser auf der geplanten Fläche in Gaußig wird reduziert. Weil sonst gar keins gebaut werden kann.

© Uwe Soeder

Gaußig. Zwölf Eigenheime sollten an der Bautzener Straße in Gaußig entstehen. Doch nun dürfen es wahrscheinlich nur sechs werden. Zu diesem Kompromiss hat sich jetzt der Gemeinderat von Doberschau-Gaußig durchgerungen – wenn auch widerwillig. „Es kann keiner verstehen“, sagt Bürgermeister Michael Schulze (CDU) verärgert.

Seit 2014 hatte sich die Gemeinde mit der Planung für das anderthalb Hektar große Areal beschäftigt. Denn der Besitzer der Flächen will dort Bauland schaffen. Allerdings tun sich die Behörden mit Verweis auf sinkende Einwohnerzahlen oft schwer, im ländlichen Raum neuen Bauflächen zuzustimmen. Deshalb hatte sich die Gemeinde mit dem Landkreis bereits zu Beginn der Planungen auf einen Kompromiss geeinigt: Sechs Bauplätze, die an anderer Stelle in Gaußig vorgesehen waren, wurden zugunsten der Fläche an der Bautzener Straße gestrichen.

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Es gibt bereits Interessenten

Schließlich wurde der Bebauungsplan im Herbst beschlossen. Doch ein paar Wochen später stellte sich heraus, dass der Landkreis ihn nicht genehmigen wird. Denn die übergeordnete Behörde in Dresden habe nach wie vor ein Problem mit der Zahl der neuen Bauflächen. Die Gemeinde ging dagegen in Widerspruch. Aber ehe der bearbeitet ist, können Jahre vergehen, stellte Schulze jetzt fest. So lange könne niemand auf der Fläche bauen. Doch es gebe bereits Bauinteressenten, die man dann verlieren würde. Deshalb hat die Gemeinde nun eine geänderte Planung vorgelegt, die nur noch sechs Einfamilienhäuser vorsieht. Ab nächster Woche können auch die Bürger Einsicht nehmen und Hinweise abgeben. Schulze hofft, dass es nun bis Ende März gelingt, dass der Bebauungsplan genehmigt wird. Damit es dann tatsächlich mit Bauen losgehen kann. (SZ/MSM)