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Einigung im Streit um die Krone

Bei der Diskussion um das Areal fanden die Stadträte und der OB jetzt einen Kompromiss. Bautzen nimmt die Kaufverhandlungen mit dem Eigentümer wieder auf.

© Uwe Soeder

Von Marleen Hollenbach

Bautzen. Die Stadt Bautzen wird erneut mit dem Besitzer der Stadthalle Krone über einen Kauf des Areals an der Töpferstraße verhandeln. Das ist das Ergebnis einer Sondersitzung, die am Mittwochabend stattfand. Dabei einigten sich die Stadträte und der Oberbürgermeister auf einen Kompromiss. Nach dem aktuellen Beschlusstext wird die Stadtverwaltung mit Verhandlungen beauftragt, um den Parkplatz und die Krone als „Vorhaltefläche für die Stadtentwicklung“ zu erwerben.

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Sofern sich Eigentümer und Stadt noch in diesem Jahr einigen, wird der Kauf nach Freigabe des Haushaltsplanes für das Jahr 2019 abgewickelt. „Wir wollen bei der Verhandlung erfahren, ob der Besitzer des Areals überhaupt von seiner derzeitigen Preisvorstellung abrücken will“, erklärte Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) bei der Sondersitzung. Sollte das tatsächlich der Fall sein, müsste der Stadtrat erneut über den Kauf abstimmen und über die Verwendung des Areals diskutieren.

Eigentümer will 2,2 Millionen Euro

Die Sondersitzung war notwendig, weil Ahrens gegen den Beschluss der Stadträte Widerspruch eingelegt hatte. Der OB hielt diesen für rechtswidrig und schädlich für die Stadt. Er bemängelte vor allem, dass die Antragsteller in ihrem Beschlusstext keinen konkreten Nutzungszweck für das Areal nannten. Ohne diesen Zweck, so Ahrens, könne er aber nicht im Sinne der Stadträte über den Kauf der Fläche verhandeln. Den Antrag zur Fortsetzung der Kaufverhandlungen hatten die Fraktionen von CDU, FDP, Bürgerbündnis und Grünen eingebracht. Am 25. April stimmte die Mehrheit der Stadträte für den Antrag.

Schon im vergangenen Jahr beauftragen die Stadträte die Bautzener Wohnungsbaugesellschaft (BWB) mit Kaufverhandlungen. Damals gelang es der BWB, den Preis um 500 000 Euro zu senken. Momentan verlangt der Besitzer, die Onnasch-Gruppe aus Berlin, 2,2 Millionen Euro.