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Einradfahren als Schulsport

26 Schüler in Nieder Seifersdorf versuchen sich schon in dem Balanceakt. Das klappt ganz gut – selbst Noten wären denkbar.

© Bernhard Donke

Von Bernhard Donke

Nieder Seifersdorf. Jeden Donnerstagnachmittag, von 14.30 bis 15.45 Uhr, gehört den Schülern der Arbeitsgemeinschaft Kunstradfahren und ihren beiden Übungsleitern, Hans-Joachim Richter und Manfred Knobloch, die Sporthalle in Nieder Seifersdorf. Beide Übungsleiter sind alte Hasen in der Kunstradfahrszene des Freistaates Sachsen. Hans Joachim Richter ist langjähriger Landestrainer im Landesverband Radball und Radpolo Sachsen. Gemeinsam leiten sie in diesem Schuljahr an der Grundschule Nieder Seifersdorf, im Rahmen der Ganztagsbetreuung an der Schule, eine Arbeitsgemeinschaft Einradfahren.

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An der nehmen 25 Schülerinnen und ein Schüler aus den Klassen 1 bis 4 teil. Jeden Donnerstag, nach dem Schulunterricht und der Abfahrt der Schulbusse, die sie in ihre Heimatorte bringen, treffen sie sich in der Sporthalle neben dem Schulgebäude zum Trainieren. „Wir wollen das Kunstradfahren, das in der Region in den 1950er bis in die 1970er Jahre sehr populär war, wiederbeleben. Dazu ist es am besten, wenn man schon bei den Kindern damit anfängt, sie für diese Sportart zu begeistern“, sagt Hans-Joachim Richter.

Der erste Schritt, um sich mit dem Kunstradfahren vertraut zu machen, sei das Einradfahren. Dabei verstehe es sich von selbst, dass an erster Stelle der Spaß an dieser Sportart stehe und keinerlei Leistungsdruck ausgeübt werde. „Wir werden deshalb auch nicht an Leistungswettbewerben teilnehmen – gleich welcher Art. Was aber nicht ausschließt, dass wir bei schulischen und kommunalen Veranstaltungen auftreten werden. Da können dann die Kinder ihr Talent beim Einradfahren auch einmal der Öffentlichkeit zeigen“, fügt Manfred Knobloch hinzu.

Hans Joachim Richter hat aber auch noch andere Pläne: Er will das Kunstradfahren anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Radsportvereins „Frischauf“ Jänkendorf in diesem Jahr im Verein wiederbeleben. Zurzeit sind ja Radball und Radpolo die Sportarten, die im Verein intensiv betrieben werden. Im Radpolo spielt die Damenmannschaft des Vereins sogar in der 1. Radpolo-Bundesliga mit um die Deutsche Meisterschaft. In der Vergangenheit war das etwas anders. Da stand das Kunstradfahren ganz oben und wurde sehr intensiv im Verein betrieben. Auf vielen Sport- und Kulturveranstaltungen traten die Jänkendorfer Kunstradfahrer auf und begeisterten mit ihrem Können die Leute. Doch seit vielen Jahren ist das Geschichte, die aber nun Hans Joachim Richter neu schreiben möchte: „Ich möchte, gerade wegen unseres 50. Vereinsjubiläums, dass das Kunstradfahren wieder einmal so populär bei uns in Jänkendorf wird, wie es einst war.“

Der erste Schritt dazu war der Aufruf zur Gründung einer Trainingsgruppe in den vergangenen Wochen. Die trifft sich jeden Donnerstag, von 17 bis 19 Uhr, in der Jänkendorfer Sporthalle, um zu trainieren. Jeder, der Lust am Kunstradfahren hat, ob aus Waldhufen oder anderen Orten, hat hier die Möglichkeit mitzumachen. Der Verein stellt das Trainingsmaterial zur Verfügung. Anmeldungen sind am Trainingstag vor Ort oder telefonisch unter 03588201947 jederzeit möglich.