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Radebeul

Einsatzzahl zum Sturm im Kreis auf über 50 gestiegen

Vor allem wacklige Bäume werden von Böen umgelegt. Für die Feuerwehr gibt es demnächst neue Ausrüstung zum Training mit der Motorsäge.

Dieser Baum brach am Radebeuler Karl-May-Museum.
Dieser Baum brach am Radebeuler Karl-May-Museum. © Norbert Millauer

Meißen. Sturm Sabine lässt immer noch nicht locker. Das haben die Feuerwehrleute im ganzen Kreis Meißen bis in den Dienstag zu spüren bekommen. Die Zahl der Einsätze seit der Nacht zu Montag hat sich Dienstag auf insgesamt 50 erhöht. Bis Montagnachmittag waren 36 gemeldet worden. Wie Ronald Voigt, Leiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen, auf SZ-Nachfrage informiert, mussten Feuerwehrleute auch am Dienstag ausrücken. 

Bis zum Mittag waren es bereits wieder knapp ein Dutzend Einsätze. Erneut traf es Bäume, wie beispielsweise im Park des Radebeuler Karl-May-Museums. Die mit Motorsägen ausgerüsteten Kameraden zerlegten das Holz am Vormittag. Das schwerste Ereignis in Zusammenhang mit dem Sturm im Kreis Meißen war ein umgekippter Lkw auf der Bundesstraße 169 zwischen Zeithain und Neudorf, der am Montagmorgen gemeldet wurde. Der Fahrer hatte sich leicht verletzt. Ansonsten berichtete Voigt von keinen weiteren Unfällen im Zusammenhang mit dem Sturm Sabine.

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Allerdings werden die Kameraden im Kreis ein neues Übungsgerät bekommen, womit sie sich auf Sturmeinsätze vorbereiten können. Ronald Voigt: „Das ist ein Baumbiegesimulator, der sich auf einem Anhänger befindet. Damit kann trainiert werden, wie Bäume gesägt werden sollten, wenn sie umgestürzt, aber sich noch unter Spannung befinden.“ 

Nach Baumstürzen auf Straßen, die schnell wieder geräumt werden müssen, finden die Kameraden der Feuerwehr immer wieder Bäume, die sich verhakt haben, verklemmt sind und große Spannungen haben. Beim falsch angesetzten Sägeschnitt besteht dann durch Rückschlag große Verletzungsgefahr. In den nächsten Wochen, so Voigt, solle das Gerät an den Landkreis geliefert werden. Ab dann könnte das Training in den Wehren beginnen.

Auch die Bahn musste zwischen Niederau und Priestewitz am Dienstag gegen einen Baum vorgehen, der infolge eines Gewitters auf die Oberleitung der Zugstrecke gefallen war. 6.02 Uhr wurde der Schaden gemeldet, dann das Gleis gesperrt. Bis 14.40 Uhr dauerten die Arbeiten, die den Bahnverkehr auf den Linien Dresden-Leipzig und Dresden-Cottbus bzw. Elsterwerda betrafen. Ausfälle, Umleitungen über Cossebaude und Schienenersatzverkehr waren die Folge. 

Das Wetter bleibt weiter windig, vorerst mindestens bis Donnerstag. Auf der privaten Radebeuler Wetterstation am Bismarckturm wurden am Dienstag erneut Böen mit Windgeschwindigkeiten über 70 km/h gemessen, was Windstärke acht entspricht.

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