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Weißwasser

Einschränkungen nur befristet

In Weißwasser sind die Infektionszahlen stabil. OB Torsten Pötzsch appelliert, die Corona-Regeln einzuhalten, weiterhin zusammenzuhalten.

Oberbürgermeister von Weißwasser: Torsten Pötzsch (Wählervereinigung Klartext)
Oberbürgermeister von Weißwasser: Torsten Pötzsch (Wählervereinigung Klartext) © Wolfgang Wittchen

Die Stadt Weißwasser hat seit über zwei Wochen stabile Infektionszahlen und keine bekannten Neuinfektionen. Alle zwölf Menschen, die in Weißwasser erkrankt und gemeldet waren, sind mittlerweile wieder gesund. Das teilte Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) nach dem Treffen des Corona-Stabs am Sonntag im Rathaus mit. „Die gute Nachricht ist, dass sich trotz der gelockerten Beschränkungen in unserem Alltag die Zahl der neu Infizierten zum Stand 4. Mai nicht erhöht hat“, sagte er. Er forderte die Einwohner der Stadt dazu auf, auch die ab Montag geltenden neuen Corona-Regeln einzuhalten, weiter zusammenzuhalten und nach vorn zu schauen. „Nur gemeinsam werden wir diese Krise überwinden“, sagte er.

Spaziergang für Grundrechte

Am Sonnabend hatte es in Weißwasser eine stille Demonstration gegeben. Mehrere Menschen waren rund um den Marktplatz spaziert. Durchsagen und Reden gab es nicht. Dafür machten Plakate deutlich, dass sich die Protestierenden gegen die Einschränkungen ihres Lebens durch die Erlasse, Verfügungen und Richtlinien der Infektionsschutzbehörden wandten. „Vom Grundsatz her sind 100 Menschen mit entsprechendem Sicherheitsabstand bei angemeldeten Demonstrationen möglich“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Die Ämter können aber weitere Auflagen erteilen, sofern es der Sicherheit der Menschen dient.

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OB Torsten Pötzsch hält eine intensive Diskussion über das richtige Verhältnis von Einschränkungen und Lockerungen im Zuge der Corona-Krise für erforderlich. „In einer Demokratie muss es möglich sein, die Anweisungen der Behörden zu hinterfragen und zu kritisieren“, erklärte er. Aus seiner Sicht sei die Sachlage heute aber eine ganz andere als zur DDR-Wende-Zeit. So seien alle Einschränkungen befristet. Zudem gebe es die Beschränklungen des Versammlungs- und Demonstrationsrechtes nur aus Infektionsschutzgründen – und nicht in der Sache selbst. „Wichtig ist mir, dass bei Protesten jene nicht in ihren Rechten auf Unversehrtheit beeinträchtigt werden, die nicht der Meinung der Protestierenden sind – von Passanten bis hin zu Polizisten oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ordnungsämter“, so der OB.

Neue Regel für Maskenpflicht

Mit der neuen Allgemeinverfügung ist auch in die Diskussion um die Maskenpflicht Bewegung gekommen. Für Kunden ist es zumutbar, in der relativ kurzen Zeit des Einkaufs eine Nasen-Mund-Bedeckung zu tragen. Für Kassierer/innen gibt es nun die Erleichterung, dass sie keine Maske tragen müssen, wenn sie an der Kasse durch einen Spuckschutz geschützt sind, heißt es.

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