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Einstiges Kaufhaus Totschek soll Ende 2019 wieder offen sein

Das Kaufhaus Totschek auf der Steinstraße in Görlitz begeistert Wirtschaftsminister Martin Dulig. Die Pläne der neuen Besitzer auch. Bis Ende 2019 sollen sie umgesetzt werden.

© Pawel Sosnowski/pawelsosnowski.c

Er wurde viel fotografiert, im Kaufhaus Totschek aber griff der sächsische Wirtschaftsminister selber zum Handy, um Bilder zu machen. „Das Gebäude hat einen ungeheuren Charme, der sehr inspiriert“, sagt er. Seit vielen Jahren dient das Kaufhaus als Ausstellungsraum für antike Möbel eines Antiquariats auf der Steinstraße. Die Möbel sind noch da, aber auch die Planungen der neuen Besitzer für das Gebäude sind da. Entlang der Fensterreihe haben Pablo Metz und sein Vater Philipp Metz die Grundrissplanungen für die vier Geschosse ausgelegt.

Die Grundidee kennen die Görlitzer schon: Aus dem einstigen Kaufhaus soll ein Platz für junge Firmen, junge Unternehmer, Start-Ups, vor allem aus der IT-Branche werden. Hier sollen die Möglichkeit haben, sich einzumieten, zu arbeiten, Netzwerke aufzubauen, sich auch gegenseitig zu unterstützen. Für die Räume unterm Dach sind eigentlich zwei Wohnungen in den Plänen vorgesehen. Beim derzeitigen Interesse für das Vorhaben in den vier Etagen darunter, gebe es aber Überlegungen, auch dort Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen, erzählt Pablo Metz.

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Im Erdgeschoss soll die „Verbindung nach draußen“ entstehen. Ein abgeschlossenes Bürogebäude, wo jeder sein Süppchen kocht, wollen Pablo und Philipp Metz nicht. Im Erdgeschoss soll wahrscheinlich ein Cafè entstehen, ein Treffpunkt jedenfalls für die, die in der Steinstraße 2 bis 5 arbeiten, sowie für die Görlitzer. „Jetzt müssen wir es nur noch machen“, so Philipp Metz beim Ministerbesuch. Bis Ende 2019 sollen die Pläne, die gestern auf den Fensterpodesten lagen, umgesetzt sein. Was steht, ist der Name: Görliworks. Angelehnt an das, wofür die Stadt bekannt ist: Görliwood.

Dass sich Martin Dulig dafür begeistern konnte, war merklich. „Als hier rein bin, dachte ich: Was kann man hier draus machen?“, erzählt er. Wohnen? Weniger passend für die historischen Kaufhaus-Räumlichkeiten. Vielleicht eher was für junge Firmen. Und genau das war der Plan, den Pablo und Philipp Metz dann vorstellten. Potenzial dafür habe Görlitz auf jeden Fall, sagt Martin Dulig. Es gebe zahlreiche junge Unternehmen, die nicht mehr nur in Berlin oder Leipzig nach Standorten suchen, sondern woanders.

Das Kaufhaus Totschek war nur eine von vielen Stationen der Sommertour in Görlitz von Martin Dulig gestern und heute. Im Braunen Hirsch war er, im Hotel Tuchmacher, in der Stadthalle und in der Obermühle. Am Dienstag ging es an den See. (SZ/sdn)