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Sport

Eintracht Frankfurt erreicht Viertelfinale

Der Bundesligist feiert eine magische Nacht und mischt nach dem 1:0 bei Inter Mailand Fußball-Europa weiter auf - als letzter deutscher Klub auf internationaler Bühne.

Eintracht Frankfurts Torjäger Luka Jovic (Mitte) lässt sich nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Inter Mailand feiern. © dpa/Arne Dedert

Mailand. Favoritenschreck Eintracht Frankfurt hat die nächste magische Europa-Nacht gefeiert und darf ernsthaft auf den zweiten internationalen Titel nach 1980 hoffen. Der DFB-Pokal-Sieger gewann im Europa-League-Achtelfinale am Donnerstagabend auf beeindruckende Art und Weise das Rückspiel bei Inter Mailand mit 1:0 (1:0) und steht dadurch international erstmals seit 1995 - damals im Uefa-Cup - wieder in der Runde der letzten acht Klubs. Vor 49866 Zuschauern sorgte Torjäger Luka Jovic mit seinem Treffer in der 6. Minute nach dem 0:0 im Hinspiel für die Entscheidung.

"Es ist toll und macht uns stolz, dass wir immer noch international vertreten sind", betonte Torwart Kevin Trapp. "Wir haben Mannschaften geschlagen, die jedes Jahr in der Champions League vertreten sind." Das Team des im Giuseppe-Meazza-Stadion gesperrten Trainers Adi Hütter ist nach dem Champions-League-Aus des Rekordmeisters FC Bayern München der letzte deutsche Klub im Europapokal.

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DSC muss in Straubing ran

Nach dem Abschlusstraining am heutigen Freitagvormittag stieg das Team von Chefcoach Alexander Waibl in den Bus und machte sich auf nach Niederbayern, wo sie morgen um 18.30 Uhr das letzte Spiel der Hauptrunde gegen Aufsteiger NawaRo Straubing bestreiten werden. 

"Ich bin sehr stolz, weil sie ab der ersten Minute im Spiel waren", erklärte Sportvorstand Fredi Bobic. "Sie haben alles reingeworfen. Das Team lebt. Die Jungs haben sich das mehr als verdient." Nach Erfolgen über Lazio Rom, Olympique Marseille, Apollon Limassol, Schachtjor Donezk und Inter Mailand ist der Bundesligist bei der Auslosung der am 11. und 18. April stattfindenden Viertelfinal-Partien an diesem Freitag bei Titelfavoriten wie dem FC Chelsea oder dem SSC Neapel sicherlich kein Wunschgegner.

"Wir sind immer besser ins Spiel gekommen und haben Inter vom Tor weggehalten", meinte Verteidiger Martin Hinteregger. "Das war der Schlüssel zum Sieg. Jetzt geht es im Viertelfinale weiter. Wo das endet, werden wir sehen. Schauen wir, wen wir als Gegner bekommen, dann kann die Reise weiter gehen."

Die Gäste legen offensiv los

Angst vor Inter? Nicht bei der Eintracht. Frankfurt legte - betreut von Assistenzcoach Christian Peitinger und unterstützt von der Europa-League-Auswärtsrekord-Kulisse von etwa 15000 Fans im Oberrang - offensiv im Stil einer Heimmannschaft los.

Nach drei Minuten fehlte nicht viel zum ersten Tor-Jubel. Einen scharfen Schuss von Filip Kostic konnte Inter-Torwart Samir Handanovic entschärfen. Haller setzte den Abpraller an die Latte. Drei Minuten später war Jovic hellwach und nutzte einen Kopfball-Patzer von Stefan de Vrij gnadenlos aus. Der Serbe überlief den Niederländer und lupfte geschickt über Handanovic. Die frühe Führung war perfekt.

Der nach seinem Flaschentritt im Hinspiel gesperrte Hütter musste sich auf der Tribüne auf seinem Sitz eine Reihe über Bobic und dem ehemaligen Stürmer Axel Kruse keine Sorgen machen. Inter bot wenig an. Immer mal wieder flogen lange Pässe in Richtung Eintracht-Tor. Gefährlich wirkte das nicht. Als Keita Baldé in der 19. Minute nach einem Stellungsfehler von Hinteregger allein auf Trapp zulief, konnte der Torwart klären. Frankfurt stand hinten sehr stabil. Abwehrchef Makoto Hasebe demonstrierte immer wieder sein beeindruckendes Stellungsspiel.

Sogar das 2:0 war möglich. Sebastien Haller traf in der 27. Minute ins Tor, stand aber knapp im Abseits. Mijat Gacinovic lief in der 39. Minute auf halblinker Position allein auf Handanovic zu, brachte aber nicht genug Druck hinter den Ball. Jovic schoss kurz darauf mit Wucht aus der Distanz knapp über das Tor.

"Wir dürfen nicht nachlassen", sagte Sportdirektor Bruno Hübner in der Halbzeitpause. Die Eintracht befolgte das und setzte ihren konzentrierten Stil gegen jetzt offensivere Mailänder fort. Es boten sich Konterchancen. Hallers Schuss wurde nach einem feinen Vorstoß von Kostic von Handanovic in der 55. Minute entschärft. Aber Vorsicht war auch geboten. Matteo Politano zirkelte im Gegenzug einen Distanzschuss nur knapp vorbei. Haarscharf war es auch bei einem von Hasebe abgefälschten Schuss von Milan Skriniar in der 71. Minute.

Inter lief die Zeit davon. Die Eintracht stand defensiv um den überragenden Sebastian Rode hervorragend. Offensiv machte sie aber viel zu wenig aus den sich ihr nun bietenden Räumen. So verdribbelte sich bei 4:2-Überzahl der ansonsten famose Kostic in der 77. Minute. Jovic köpfte in der ersten von sechs Nachspielminuten aus wenigen Metern Handanovic an. Mailand bestrafte die Nachlässigkeiten nicht. Die nächste Eintracht-Party konnte beginnen. (dpa)