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Eintracht Niesky überzeugt mit preisverdächtiger Nachwuchsarbeit

Drei Meistertitel für 2018 hat der Fußballverein bereits. Beste Voraussetzung für einen Förderpreis. Unter den Top Ten sind die Nieskyer bereits.

© André Schulze

Von Steffen Gerhardt

Niesky. Unter die ersten Zehn hat es der Fußballverein Eintracht Niesky bereits geschafft. Dabei geht es um den Nachwuchsförderpreis im Fußball. Diesen vergibt das Energieunternehmen Enso in diesem Jahr zum 16. Mal. Beiratsmitglied Thomas Wockatz brachte die gute Nachricht am Dienstag mit, als er den Verein besuchte. Der Vereinsvorsitzende der 1. Ostsächsischen Fußballschule „Klickfixx“ schaut sich alle zehn Vereine an, die für den Nachwuchspreis favorisiert sind. Wockatz spricht von einer soliden Trainingsarbeit, die die Grundlage für die Erfolge der Eintracht-Spieler sind.

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Vereinssprecher Andreas Löper kann da gleich nachlegen: „Unsere jüngsten Erfolge sind drei Hallenkreismeistertitel 2018 in den Jugendklassen D, C und B, wobei die B-Jugend Hallenkreismeister bei den A-Jugendmannschaften wurde.“ Diese Erfolge im Jugendbereich sind ein Verdienst der Trainer, und da ist der Verein gut aufgestellt. Für den Nachwuchs sind 18 Trainer verfügbar, fünf sind Lizenztrainer.

Die eigene Vereinsphilosophie zugrunde legend, soll mit dem weiteren Ausbau einer qualitativ hochwertigen Nachwuchsarbeit nicht nur die Talentförderung auf eine neue Ebene gehoben werden, sondern auch die drei Männermannschaften mit eigenen Spielern gestärkt werden. Natürlich ist auch die Eintracht nicht davor gefeit, dass nicht nur ihre guten Fußballer, sondern auch Schiedsrichter von anderen Vereinen abgeworben werden. Zum einen spricht das für die gute Arbeit mit den Sportlern, zum anderen, dass in anderen Sportvereinen mehr Geld in der Kasse ist. Dabei spricht Andreas Löpers das Sponsoring an. Niesky sei ein schwieriges Pflaster, da es der Stadt an Großindustrie fehlt. Zwar ist der Verein allen seinen Sponsoren dankbar, die über Jahre schon den Verein unterstützen und das auch weiterhin tun. Aber es fehlen halt die großen Geldgeber.

Umso beachtlicher ist es, was der Verein mit seinen Möglichkeiten geschaffen hat: Seit einem Monat ist Niesky ein Stützpunkt der Torwartschule von Dynamo Dresden. Dieser steht auch anderen Vereinen offen. Seit elf Jahren ist Eintracht bereits ein Stützpunkt des Deutschen Fußballbundes und kann in diesem Jahr auf eine 110-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Das 111. Jahr soll 2019 groß gefeiert werden, verriet Andreas Löpers vorab.

Die Eintracht-Verantwortlichen sind froh und dankbar, dass hinter den Spielern im Kinder- und Jugendfußball viele engagierte Eltern stehen. „Ohne sie wären wir aufgeschmissen“, sagt der Pressesprecher. Besonders ihre Fahrdienste helfen, Training und Spiele abzusichern. Denn sogar aus Bernstadt, vom Bautzener Berufsschulzentrum und aus Döbern kommen junge Leute nach Niesky zum Fußballspielen.

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Steffen Gerhardt über die Förderung des Eintracht-Nachwuchses.

Sich am Nachwuchsförderpreis der Enso zu beteiligen, dass soll im Interesse des gesamten Vereins sein. Deshalb geht die Eintracht mit drei Mannschaften in das Rennen. Zehn Preise im Gesamtwert von 15 000 Euro sind zu vergeben, informiert ein Sprecher des Energieversorgers. Die Förderung zwischen 500 und 2 500 Euro können die Gewinner für die weitere Nachwuchsarbeit zielgerichtet einsetzen. Eine Expertenjury, der Enso-Fußball-Beirat, hat bereits entschieden, wer zu den zehn Preisträgern gehören wird. Nun steht die Entscheidung aus, wer die 2 500 Euro bekommt. Zudem kann einer der Vereine weitere 1 000 Euro erhalten, wenn er die meisten Stimmen bekommt. Das Online-Voting startet am 9. Mai.

http://fussball-foerderpreis.de