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Eintracht trotzt Chelsea ein Remis ab

Frankfurt liefert wieder einen großen Kampf. In einem packenden Duell sehen die Zuschauer zwei Spitzenmannschaften auf Augenhöhe. Für das Rückspiel ist noch alles drin.

Chelseas Andreas Christensen (unten) foult Eintracht Frankfurts Mittelfeld-Dauerläufer Sebastian Rode.
Chelseas Andreas Christensen (unten) foult Eintracht Frankfurts Mittelfeld-Dauerläufer Sebastian Rode. © dpa/Uwe Anspach

Frankfurt/M. Eintracht Frankfurt darf weiter vom Finale in der Europa League träumen. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter verspielte im Halbfinal-Hinspiel gegen den großen Favoriten FC Chelsea am Donnerstagabend zwar seine Führung, hat nach dem 1:1 (1:1) im Duell mit dem ehemaligen Champions-League-Gewinner aber noch alle Chancen auf den Einzug ins Endspiel am 29. Mai in Baku. Im ersten Europapokal-Halbfinale der Eintracht seit 1980 brachte Luka Jovic die Frankfurter in der 23. Minute in Führung, bevor dem Spanier Pedro vor 48000 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Arena in der 45. Minute der Ausgleich gelang. Im zweiten Durchgang drückte der FC Chelsea auf weitere Tore. Doch die Eintracht verteidigte mit Glück und Geschick das Remis.

"Mentalität, Leidenschaft: Ich habe alles gesehen, was ein Fußballspiel ausmacht", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. Sebastian Rode sah das ähnlich. "Es war ein sehr intensives Spiel", sagte der sichtlich erschöpfte Mittelfeld-Dauerläufer der Eintracht und ergänzte: "Nächste Woche ist noch alles drin."

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Beim Rückspiel an der Stamford Bridge am Donnerstag muss Frankfurt zwingend treffen, um den Traum vom zweiten internationalen Titel am Leben zu halten und das sensationelle Erreichen des Finale perfekt zu machen. Schon beim italienischen Traditionsklub Inter Mailand hatte die Eintracht im Achtelfinale nach einem Heim-Remis auswärts das Weiterkommen geschafft. "Ich bin fest davon überzeugt, dass die Jungs in London alles raushauen", sagte Bobic.

"Ganz ehrlich, wir können nur gewinnen", hatte Hütter vor der Partie gegen Chelsea gesagt. Entsprechend engagiert ging seine Elf zu Werke. Angefeuert von ihren enthusiastischen Fans, die die Mannschaften mit einer gigantischen Choreografie empfingen, warfen sich die Frankfurter engagiert in die Zweikämpfe.

Obwohl mit dem gelbgesperrten Ante Rebic und dem am Bauchmuskel verletzten Sebastien Haller zwei Topstürmer fehlten, trat die Eintracht im Duell der beiden besten Angriffsreihen des Wettbewerbs mutig auf und wurde nach einer Viertelstunde auch torgefährlicher. Vor allem Danny da Costa machte auf der rechten Außenbahn viel Tempo und leitete immer wieder Angriffe ein. Nach einem Freistoß von der anderen Seite hatte Kapitän David Abraham die erste echte Chance, schoss jedoch in der 21. Minute freistehend über das Chelsea-Tor.

Torhüter Trapp ist stolz auf seine Mannschaft

Hütter hatte bei seiner Startaufstellung zunächst auf eine sichere Variante gesetzt und mit Jovic nur einen nominellen Angreifer aufgeboten. Nach 23 Minuten durfte er sich bestätigt fühlen. Der agile Filip Kostic flankte von links ins Zentrum, wo Jovic den Ball per Kopf perfekt zum 1:0 ins Netz platzierte.

Die Gäste aus London, die zunächst auf ihren belgischen Superstar Eden Hazard verzichteten, brauchten lange, um richtig ins Spiel zu finden. Kurz vor der Pause setzte sich Chelsea dann aber am Frankfurter Strafraum fest. Nachdem Pedro in der 27. und Ruben Loftus-Cheek in der 42. Minute mit ihren Versuchen aus der Distanz das Tor von Kevin Trapp noch knapp verfehlt hatten, war der Eintracht-Schlussmann gegen Pedros platzierten Schuss ins Eck chancenlos. Für Frankfurt war es nach starken 45 Minuten ein äußerst ungünstiger Zeitpunkt für das erste Heimgegentor seit dem Sechzehntelfinale.

Nach dem Seitenwechsel zogen sich die Gastgeber zurück. Chelsea erarbeitete sich Vorteile und hatte in der 54. Minute die große Gelegenheit zur Führung. Loftus-Cheek schoss nach einem Doppelpass mit Pedro jedoch über das Tor. Noch knapper wurde es fünf Minuten später, als Trapp einen Freistoß von David Luiz an die Latte lenkte.

Chelsea wurde immer stärker und schnürte die Eintracht in deren Hälfte ein. Die Frankfurter sorgten kaum noch für Entlastung. Bis fünf Minuten vor dem Ende: Da vergab Abraham per Kopf nach einer Ecke die Chance, zum Matchwinner zu werden. Trapp war trotzdem zufrieden: "Wir müssen stolz auf das sein, was wir gemacht haben." (dpa)