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Sport

Eishockey-Männer bleiben auf Erfolgskurs

Deutschland kann bei der WM nach dem Sieg über Frankreich am Mittwoch gegen Gastgeber Slowakei den Viertelfinaleinzug so gut wie perfekt machen. Ein Torhüter ist angeschlagen.

Korbinian Holzer (links) und Moritz Müller bejubeln das 4:1 gegen Frankreich. © dpa/Monika Skolimowska

Kosice. Dritter Erfolg im dritten Duell: Die deutschen Eishockey-Männer bleiben bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei auf Viertelfinalkurs. Nach dem 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) gegen Frankreich führen sie jetzt ihre Vorrundengruppe in Kosice an und können bereits am Mittwoch gegen den WM-Gastgeber den Einzug in die K.-o.-Runde so gut wie perfekt machen. Die Mannheimer Meister Moritz Seider (18. Minute) und Matthias Plachta (34.) sowie die NHL-Profis Leon Draisaitl (38.) und Korbinian Holzer (60.) erzielten die Tore für den Tabellenführer. Frankreichs Kapitän Damien Fleury glich zwischendurch aus (25.).

"Wir sind zufrieden. Das ist das, was wir uns vorgenommen haben", sagte Patrick Hager. "Das ist ein Superstart, eine Super-Ausgangslage. Jetzt geht es richtig los."

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Mit einem Sieg gegen die Slowakei wäre der vorzeitige Viertelfinal-Einzug beinahe sicher. Ob Torwart Philipp Grubauer in der bisher wichtigsten Partie auflaufen kann, bleibt offen. Er kam nach seiner Ankunft am Sonntag in Kosice gegen Frankreich erstmals bei dieser WM zum Einsatz und musste nach 30 Minuten aufgrund muskulärer Beschwerden vom Eis. "Reine Vorsichtsmaßnahme", gab der Deutsche Eishockey-Bund bekannt. Niklas Treutle ersetzte Grubauer.

Auch ansonsten trugen einige Wechsel in der deutschen Auswahl zum dritten Triumph bei. Trotz der beiden Auftakterfolge gegen Großbritannien (3:1) und Dänemark (2:1) waren besonders die Spieler noch nicht zufrieden mit ihrer Leistung. "Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen", sagte Marcel Noebels. Bundestrainer Toni Söderholm stellte seine Mannschaft daher um, um somit noch mehr Druck erzeugen zu können.

Erneut überzeugt ein Teenager

Mit Draisaitl und Dominik Kahun agierten die besten deutschen Angreifer in einer Sturmreihe. "Wir wollen vielleicht ein bisschen mehr Kreativität in der offensiven Zone haben. Wir hatten das Gefühl, dass wir noch nicht so gute Torchancen kreiert haben, wie wir wollten", sagte Söderholm. Tatsächlich wurde es immer gefährlich, wenn Draisaitl und Kahun auf dem Eis waren. Bereits nach zehn Minuten hätte Deutschland in Führung gehen können. Doch Draisaitls Abschluss auf Zuspiel von Kahun landete am Pfosten.

Nach einem trainingsfreien Tag wirkte die deutsche Auswahl noch einmal strukturierter als in den ersten beiden Spielen. Sie bestimmte das Duell und drängte Frankreich in die Abwehrzone. Viele Möglichkeiten zur Auszeichnung bekam Grubauer anfangs nicht.

Für ihn war der in den ersten zwei Partien starke Mathias Niederberger dieses Mal bloß Ersatz. "Es ist einfach noch mal ein anderes Kaliber, wenn du einen NHL-Torhüter hast", sagte Patrick Hager. "Ich hoffe, dass er uns jetzt einen Push gibt." Zur Ruhe im deutschen Spiel trug besonders erneut Seider bei.

Abgeklärt und mit Zug zum Tor war er wieder bester deutscher Verteidiger. Auf Zuspiel von Gerrit Fauser brachte der 18-Jährige Deutschland kurz vor dem Ende des ersten Drittels mit seinem zweiten WM-Tor in Führung. Wie aus dem Nichts glichen die Franzosen, die mit Pierre-Edouard Bellemare und Antoine Roussel zwei für sie bedeutende NHL-Profis 2019 nicht dabei haben, zunächst aus.

Wie schon im ersten Spiel gegen die Briten ließ sich die deutsche Mannschaft vom Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen und spielte ihre Angriffe dominant und konzentriert weiter. Plachta und Draisaitl entschieden die Partie noch vor der zweiten Drittelpause. (dpa)