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Eisige Köstlichkeiten zum Valentinstag

Sandro Marcon ist aus der traditionellen Winterpause zurückgekehrt – und mit ihm die italienischen Momente im Leben.

© Kristin Richter

Von Catharina Karlshaus

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Großenhain. Er ist wieder da. Der Mann, dem die Frauen vertrauen. Dem Väter gern den einen oder anderen Euro zustecken und der Kinderherzen in die Höhe fliegen lässt. Vor gut zwei Wochen hat der 42-Jährige sein Café auf dem Hauptmarkt wiedereröffnet und damit die neue Saison eingeläutet. Zwar momentan nur mit den sogenannten klassischen Eissorten wie unter anderem Vanille, Schokolade oder Stracciatella. Aber immerhin. Die Röderstädter und Leckermäulchen aus der Umgebung quittierten die Rückkehr mit unverhohlener Freude und nahmen schon die eine oder andere Kostprobe zu sich. Ein herzlicher Empfang, der Sandro Marcon jedes Jahr aufs neue wieder rührt. Seit 1997 begeistert er bereits die Großenhainer mit seinen eisigen Träumen in Weiß, Braun oder Rosa – und ruht sich zumeist ab Anfang Dezember für ein paar Wochen vom Produktionsmarathon aus. „Über Weihnachten und Silvester besuchen wir ja unsere Familie in der Nähe von Venedig. Eine schöne gemeinsame Zeit! Danach geht es zurück nach Großenhain, denn schließlich beginnt dann wieder die Schule“, bekennt Sandro Marcon.

Dass er während der kleinen Auszeit seiner eisigen Passion gedanklich abgeschworen hat, steht indes nicht zu vermuten. Sandro Marcon, der das Handwerk 1996 bei Giuseppe Mazzorana – einem alten erfahrenen Eismeister aus den Dolomiten – erlernte, ist stets auf der Suche nach neuen Inspirationen. Auch wenn viele Sorten bereits schon erfunden seien und es mittlerweile schwer wäre, bei all der Vielfältigkeit an Ingredienzien etwas völlig Neues zu erfinden. Die Lust am Experimentieren sei ihm nach all den vielen Jahren nicht abhandengekommen. Gerade jetzt, wo der Betrieb gewissermaßen noch in der Warteschleife hänge und auf den Frühling warte, nutze er die Zeit zum Ausprobieren.

Welche neue Sorten seine Kunden in diesem Jahr erwarten dürfen – maximal 18 stehen immer zur Auswahl – will Sandro Marcon jetzt noch nicht verraten. Lediglich die Information, welche Spezialität die Union der italienischen Speiseeishersteller für 2018 gekürt hat, lässt er sich entlocken. „Schwarzwälder“, heiße das Eis des Jahres, das unter anderem mit sahnigem Innenleben und Kirschen wie sein Vorbild, der gleichnamigen Torte, punkten soll. Darüber hinaus – kein Wort. „Nein, ein wenig Überraschung darf schon noch sein“, sagt der einstige Bankkaufmann und lacht.

Gut lachen haben sicherlich auch all Jene, die sich am Mittwoch ein Plätzchen im Café „San Marco“ sichern. Eine spezielle Karte anlässlich des Valentinstages bietet der Italiener zwar nicht an. Doch nicht nur frisch oder Langzeit-Verliebte machen mit dem Griff zum Becher „Heiße Liebe“ sicherlich nichts verkehrt. Wahlweise warme Kirschen oder Himbeeren mit Vanilleeis sind ein verführerisches Angebot. Ebenso ein opulenter Teller voller Spaghettieis, garniert mit saftig roten Erdbeeren und gespickt mit herzigen Waffeln. Wer lieber auf die typisch italienischen Momente im Leben setzt, könnte aber auch der Empfehlung des Hausherren nachkommen: eine Tasse Cappuccino gepaart mit einem Stück Tiramisu. Mehr Valentinstagsgefühl geht dann wirklich nicht.