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Eiskaltes Training

Die Feuerwehr hat in Bischheim die Rettung eines Menschen aus dem Eis geprobt. Diese Einsätze sind nicht ungefährlich.

© Rico Löb

Von Rico Löb

Laute Hilferufe waren am Sonnabendvormittag im Freibad in Bischheim zu hören. Ein Mann trieb hier im Wasser und konnte sich nicht mehr zurück aufs Eis retten. Doch die Szene war in Wirklichkeit weniger dramatischer, als sich das Geschehen für Beobachter präsentierte. Denn der Mann war nicht etwa versehentlich und aus Unvorsichtigkeit eingebrochen. Vielmehr hatte er den Auftrag, sich in das nur zwei Grad Celsius kalte Wasser zu stürzen.

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Die Feuerwehr Gersdorf-Möhrsdorf trainierte nämlich das Vorgehen bei einer sogenannten Eisrettung. „Bei solchen Einsätzen ist es wichtig, dass die Eigensicherung der Kameraden im Vordergrund steht“, meint Silvio Beger, der Gemeindewehrleiter im Haselbachtal. Denn im Falle einer Rettungsaktion kann es schnell passieren, dass weitere Teile der Eisdecke einbrechen. Die Feuerwehrleute können in diesen Situationen dann selber in Gefahr geraten. Die Einsatzkräfte können sich deshalb nur mit Hilfsmitteln den im Eis eingebrochenen Menschen nähern. Und genau diese dazu nötigen Abläufe wurden auch am Sonnabend im Bischheimer Freibad eingehend geprobt.

Auf Leitern krochen die Retter über das Eis, damit sich das Gewicht gleichmäßig auf einer möglichst großen Fläche verteilte. Gleichzeitig tasteten sich zwei Kameraden mit einem Schlauchboot über die Eisdecke hinweg an den Verunglückten heran. Letztendlich konnten die Einsatzkräfte den Mann schnell aus dem eisigen Wasser wieder herausziehen.

Auch wenn die Temperaturen derzeit wieder ins Wärmere klettern, auf einen Einsatz auf dem Eis im Ernstfall sind die Kameraden aus Gersdorf und Möhrsdorf – erst recht nach ihrem Training – gut vorbereitet. Dennoch weist die Feuerwehr darauf hin, sich nur auf ausgeschilderten Eisflächen zu bewegen und unnötige Risiken und somit auch drohende Unglücke zu vermeiden. Im Zweifelsfall sind bei Fragen und Unsicherheit die Gemeinde- oder Stadtverwaltungen Ansprechpartner. Am sichersten ist es aber, so raten Fachleute und Einsatzkräfte, betreute Schlittschuhbahnen aufzusuchen.