merken

Sport

Eislöwen scheitern an besseren Löwen

Frankfurt gewinnt auch das vierte Halbfinale – bei den Dresdnern, die schon zuvor die wichtigste Personalentscheidung treffen.

Harte Landung nach großem Kampf: Der Dresdner Angreifer Nick Huard liegt auf dem Eis. Für seinen Klub endet eine aufregende DEL-2-Saison. © dpa/Robert Michael

Dresden. Löwen gegen Löwen. Dass diese Ansetzung früher oder später in eine kratzbürstige Auseinandersetzung münden musste, war fast vorherbestimmt. Das ist aber erst in der vierten Partie passiert. Aus Dresdner Sicht – endlich, aber zu spät. In diesem engsten Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2 feierten die Frankfurter am Dienstagabend in Dresden den vierten Sieg und stehen im Finale.

Die Eislöwen verloren vor 2312 Zuschauern nach Verlängerung mit 3:4 (2:1, 1:2, 0:0). Dadurch gewannen die Hessen die Best-of-7-Serie mit 4:0. Für Dresden endete eine aufregende Saison. Dabei gingen die Hausherren dreimal in Führung. Die Tore von Jordan Knackstedt (13.), Christian Billich (15.) und Thomas Pielmeier (30.) glichen Tim Schüle (14.), Carter Proft (27.) und Brett Breitkreuz (39.) jeweils aus. Den K. o. setzte nochmals Breitkreuz in der sechsten Minute der Verlängerung.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Saison für DSC Damen frühzeitig beendet

Es sollte die Wende nach dem missglückten Start in die Play-offs 2018/2019 sein. 

Die Eislöwen ließen sich immer wieder provozieren, indem die Frankfurter bei jeder unpassenden Gelegenheit Torhüter Marco Eisenhut attackierten, auch wenn ein Nachschuss nicht einmal in Aussicht stand. Die Dresdner ließen sich das nicht gefallen und gaben dementsprechend contra. Meistens nicht regelkonform. Das kostete Nerven und vor allem Zeit auf der Strafbank. Dass die Frankfurter im Gegensatz zu den Gastgebern nach wirklich jeder kniffligen Situation mit den Schiedsrichtern diskutierten, brachte ihnen gellende Pfiffe des Publikums ein. Ein Meisterschaftsfavorit darf da demütiger auftreten. Letztlich entfachten die stetigen Provokationen der spielerisch besseren und schnelleren Gäste die Giftigkeit und Galligkeit der Eislöwen erst so richtig.

Unterdessen haben die Eislöwen den Vertrag mit ihrem Trainer Bradley Gratton verlängert. Der Kanadier hatte die Dresdner nach einem katastrophalen Saisonstart Ende Oktober 2018 vom glücklosen Cheftrainer-Novizen Jochen Molling übernommen – und erst am 52. und letzten Spieltag der Normalrunde die Qualifikation für die Pre-Play-offs geschafft. „Bradley hat die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und die Herausforderungen in den folgenden Monaten gemeistert“, begründete Sportgeschäftsführer Thomas Barth die Entscheidung. „Wir sind überzeugt, dass Bradley für die Weiterentwicklung und ein Stück weit für die Neuausrichtung des Teams der richtige Trainer ist.“

Osterüberraschung