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Eislöwen gewinnen das Winter-Derby

© Robert Michael

Die Dresdner Eislöwen haben gegen die Lausitzer Füchse das erste Winter-Derby in der Geschichte der Deutschen Eishockey-Liga 2 gewonnen. Als Sieger konnten sich auch die 31 853 Zuschauer im Fußball-Stadion von Dynamo Dresden fühlen

Berthold Neumann

Dresden. Elbflorenz feierte am Sonnabend einen großen Festtag des Eishockeys. Mit den 31 853 Zuschauern schob sich das Winter-Derby in der Rangliste der am meisten besuchten Eishockey-Ligaspiele Europas auf den vierten Rang vor. In der Heimspielstätte des Drittliga-Spitzenreiters Dynamo Dresden hatte die österreichische Firma AST eine 30 Meter breite und 60 Meter lange Eisfläche errichtet .

Impressionen vom Alte-Herren-Spiel

Das Stadion am Nachmittag - noch dünn besetzt. Später sollte es bedeutend voller werden.
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Die Eislöwen besiegen die Füchse

Die Dresdner Eislöwen haben das erste "Winter Derby" in der Geschichte der 2. Bundesliga gegen die Lausitzer Füchse mit 4:3 nach Verlängerung gewonnen.
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Der 4:3-Sieg nach Verlängerung der Gastgeber fiel zwar knapp, aber doch verdient aus. „Weil wir die hervorragende Mentalität hatten, auf den jeweiligen Ausgleich wieder mit einem Treffer zu reagieren“, erklärte Eislöwen-Trainer Bill Stewart. „Schade, dass es nicht ganz gereicht hat. Wir hatten am Anfang etwas zu wenig Speed im Spiel“, sagte der neue Füchse-Trainer Paul Gardner. Den Siegtreffer hatte Mirko Sacher besorgt, die anderen Treffer für die Eislöwen erzielten Marc Cullen, Vladislav Filin und Kapitän Steven Rupprich. Für die Lausitzer Füchse trafen Kapitän Greg Classen, Florian Lüsch und Darren Haydar.

Viel Beifall für die alten Herren

Vor dem Derby zwischen beiden Mannschaften gab es beim Spiel der Puck-Legenden viel Beifall für frühere Alt-Internationale aus Ost und West. Dabei gewannen die früheren Nationalspieler der BRD mit 6:2 gegen eine Auswahl ehemaliger DDR-Spieler. Der aus Weißwasser stammende Torhüter Sebastian Elwing trug dabei eine original Torhüter-Maske von Ende der 60er Jahre.

An der Bande hatte der aus Dresden stammende Ex-DDR-Trainer Joachim Ziesche prominente Unterstützung gefunden. Mit ihm betreute der Dresdner Eduard Geyer, früherer Fußball-Trainer von Dynamo Dresden und Energie Cottbus, die Ost-Prominenten. „Ich war schon immer ein großer Eishockey-Fan“, bekannte Geyer.

„Das Ergebnis war absolut zweitrangig, wir freuten uns über das Wiedersehen“, sagte der frühere BRD-Star Dieter Hegen. Für Franz Reindl, den Olympia-Dritten von 1976, war es nicht nur ein Festtag für Dresden. „Das war eine tolle Veranstaltung, die den Zuschauern viel Unterhaltung bot“, erklärte der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). „Die Entscheidung, das Winter-Derby nach Sachsen zu vergeben, erwies sich als Volltreffer“, fügte Reindl hinzu. Das Derby hatten Bernd Römer von der Band Karat eingeleitet, der auf seiner Gitarre die Nationalhymne intonierte.