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Sport

Eislöwen komplettieren ihren Kader

Der Zweitligist besetzt die letzte freie Ausländerstelle, verpflichtet ein Trio aus der DEL und hat beim Grillfest für die Fans noch mehr gute Nachrichten.

Christian Kretschmann ist einer der vier Neuzugänge. © Ronald Bonß

Dresden. Steven Rupprich ist ein Meister am Grill. Der dienstälteste Eislöwen-Profi brutzelt Bratwürste und Rostbrätel für die Fans. Sie bekommen am Freitagabend beim Sommerfest des Dresdner Zweitligisten außer Essen und Trinken auch gute Nachrichten. Der größte Jubel brandet bei der Bekanntgabe der Verpflichtung von Kevin Lavallée auf. Dabei ist der Abwehrspieler nicht mal live da, sondern bloß per Video zu sehen. Der 37-jährige Deutsch-Kanadier kommt von den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven aus der Deutschen Eishockey-Liga nach Dresden.

Christian Kretschmann ist der einzige Neuzugang vor Ort. Er wechselt von der Düsseldorfer EG zu den Eislöwen. "Ich habe acht Jahre in der DEL gespielt und eine defensive Rolle ausgefüllt", sagt der 26-Jährige. "Jetzt will ich Verantwortung übernehmen, zu 100 Prozent das umsetzen, was der Trainer von mir fordert, und die Mannschaft bestmöglich unterstützen." Er bezeichnet sich als sehr spielfreudigen Angreifer. "Mein Ziel mit dem Team ist ein Platz unter den besten sechs Klubs - die direkte Qualifikation für die Play-offs, in denen wir es in der Hand haben und alles möglich ist."

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Wenn die Ferne ruft

Nur zwei Stunden von Dresden entfernt befindet sich der größte internationale Flughafen der Tschechischen Republik, mit jeder Menge aufregender Ziele.  

Elvijs Biezais ist zwar auch nicht live da, aber sein Agent. Rudolfs Nerets spricht für den Profi. Auch das ist neu bei den Eislöwen. Biezais kommt aus Frankreich nach Dresden. Der 27-jährige lettische Stürmer besetzt bei den Eislöwen die vierte Ausländerstelle. "Elvijs war in den vergangenen beiden Jahren der Topscorer", sagt sein Berater. "Er hat zehn Angebote bekommen, darunter eins aus der KHL." Die Kontinentale Hockey-Liga ist die höchste russische Spielklasse. "Elvijs hat sich für Dresden entschieden, weil er sich weiterentwickeln und den nächsten Schritt gehen will."

Das gilt auch für Alexander Dotzler. Der 34-jährige Verteidiger ist wie Lavallée lediglich per Video zu sehen. Er wechselt vom DEL-Klub Straubing Tigers zu den Eislöwen. Das macht deutlich: Die Dresdner bauen in der Abwehr auf erfahrene Profis und im Angriff auf Stürmer im besten Eishockey-Alter. "Damit ist unsere Mannschaft für die nächste Saison in der DEL 2 komplett", sagt Sportgeschäftsführer Thomas Barth. Die vier Neuen seien Profis mit einer super Arbeitseinstellung, ehrgeizig und vor allem in der Lage, etwas gegen die mangelnde defensive Stabilität in der vergangenen Saison zu tun. "Sie wollten sehr viel über uns wissen, beispielsweise, welche Perspektiven sie haben. Das zeigt, dass sie noch etwas erreichen möchten."

Möglich macht diese zahlreichen Verstärkungen auch der Hauptsponsor. Westminster verlängert sein Engagement bis 2021 und erhöht es nochmals. "Wir arbeiten mittelfristig an unserem großen Ziel, dem Derby gegen die Eisbären Berlin", sagt Geschäftsführer Marian Ziburske. Der Verein aus der Hauptstadt spielt in der DEL. Ziburske bleibt außerdem Gesellschafter der Betriebs-GmbH und stockt seine Anteile auf.

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