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Eiszeit auf dem Straßen-Spiegel

Immer wenn es frostig wird, fehlt an manchen Stellen auf Radebergs Straßen sozusagen der Durchblick. Naht Hilfe?

© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

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Radeberg. Es ist eine der gefährlichsten Straßen-Ecken in Radeberg: die Ausfahrt von der Langbeinstraße auf die vielbefahrene Pulsnitzer Straße. Für Autofahrer gibt’s hier nicht allzu viel zu sehen; deshalb wurde ja auch zur Entschärfung der Situation ein Straßenspiegel aufgestellt. Aber im Winter fehlt hier regelmäßig sozusagen der Durchblick, weil das Spiegelglas vereist. Am gestrigen Dienstagmorgen war das mal wieder der Fall – bei bis zu zehn Grad Celsius im Minus kein wirkliches Wunder.

Deshalb wird ja auch immer wieder der Ruf laut, der Spiegel müsste beheizt werden – so wie das in vielen anderen Städten längst üblich ist. Mit Hilfe von Solarenergie oder auch durch Anschluss ans städtische Stromnetz wird die Heizung betrieben, die letztlich nicht wirklich viel Energie braucht. Und quasi im Jahrestakt fragt deshalb unter anderem CDU-Stadtrat Matthias Hänsel in den Ratssitzungen an, ob die Stadtverwaltung schon mal entsprechende Firmen angefragt habe. Auf die jüngste Anfrage hin, machte Stadtsprecher Jürgen Wähnert klar, dass die Stadt hierfür gar nicht zuständig sei – sondern vielmehr der Landkreis, weil es sich um eine Staatsstraße handle. „Wir haben deshalb die Anfrage vor einigen Wochen auch an die zuständige Stelle weitergereicht“, so Wähnert. Dort wird die Anfrage aus dem Radeberger Rathaus nun also geprüft – und die Autofahrer drücken die Daumen, dass sich in Sachen Spiegelheizung möglichst schnell eine Lösung findet.

Trübe Spiegel auch an anderen Orten

Auch im Ortsteil Liegau-Augustusbad gibt es etliche solcher Spiegel. An den Ausfahrten der kleinen Wohngebietsstraßen – wie der Friedensstraße – auf die Langebrücker Straße oberhalb der Grundschule zum Beispiel. Auch hier fehlte Morgen der Durchblick. Und wer im Radeberger Ortsteil Großerkmannsdorf aus Richtung Kleinwolmsdorf im Ortszentrum auf die Alte Hauptstraße einbiegt, auch der nutzt gern den Spiegelblick – aber auch hier war Eiszeit auf dem Spiegelglas.

Vielleicht gibt’s ja nun auch gleich eine Komplettlösung beim Thema beheizter Straßenspiegel für Radeberg und seine Ortsteile? „Es handelt sich immer um individuelle Prüfungen“, will sich Stadtsprecher Wähnert da nicht festlegen.