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Elbepark-Manager sauer auf Mieter

Gordon Knabe kämpft für verkaufsoffene Sonntage im Dezember – offensichtlich ganz allein.

© Arvid Müller

Centermanager Gordon Knabe möchte im Elbepark 22 000 Unterschriften sammeln. Dafür hat er Anfang Februar alle Inhaber der 180 Geschäfte des Centers aufgefordert, Listen auszudrucken und im Kassenbereich auszulegen. Seine Bitte: Die Kunden sollen gebeten werden, darauf zu unterschreiben und sich damit für ein Bürgerbegehren zugunsten der verkaufsoffenen Sonntage auszusprechen.

Doch wie es nun scheint, machen seine Mieter nicht mit. Aus einem internen Schreiben des Managers an die Ladeninhaber, das der Sächsischen Zeitung vorliegt, geht hervor, dass weniger als ein Prozent der Mieter die Unterschriftenlisten überhaupt ausliegen haben. „Diese Vorgehensweise enttäuscht uns sehr“, schreibt er. Und weiter: „Wir setzen alles daran, verkaufsoffene Sonntage auch gegen einen Stadtratsbeschluss für Sie als Mieter durchzusetzen.“ Er stelle aber fest, dass wohl kein Interesse an den zusätzlichen Umsätzen bestehe. Außerdem heißt es in dem Schreiben: „Wir werden minutiös darüber Buch führen, welche Mietpartner das gemeinsame Ansinnen unterstützen und welche nicht.“

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Auf Nachfrage begründet Knabe sein Ansinnen mit deutlichen Rückgängen durch den Internethandel. „Als Kaufmann kann ich das Verhalten der Geschäfte nicht nachvollziehen.“ Es gehe doch auch um deren Existenz, so Knabe. Zum Schluss wird er in seinen Worten noch deutlicher: „Verkäufer, die gegen die offenen Sonntage sind, sollen sich einen Job in der Industrie suchen.“ (SZ)