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Elberadweg ist wieder die Nummer 1

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC kürte den Weg 2015 zum beliebtesten Fernradweg. Eine Umfrage bestätigt die Bedeutung für den Tourismus.

© Repro: SZ

Von Gunnar Klehm

Bad Schandau. Der Elberadweg hat von seiner Attraktivität nichts eingebüßt. Zum elften Mal wurde er vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) zum beliebtesten Radfernwanderweg Deutschlands gekürt. Das freut alle Beteiligten auch deshalb, weil es im vergangenen Jahr im Abschnitt zwischen Heidenau und Schmilka für die Radfahrer einige Baustellen zu umschiffen gab. Auf den nächsten Plätzen folgen in der Bewertung der Main- und der Donauradweg.

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Laut der ADFC-Radreiseanalyse 2015 sind zehn Prozent aller deutschen Radreisenden auf dem Elberadweg unterwegs gewesen. 42 Prozent dieser Freizeitradler bezeichneten diese Tour als ihren Haupturlaub. Wie viele Radfahrer das in absoluten Zahlen sind, ist schwer zu ermitteln. In der Befragung des ADFC gaben 5,8 Prozent der Deutschen an, 2014 eine Radreise mit mindestens drei Übernachtungen unternommen zu haben. Hochgerechnet auf die Bevölkerungszahl wären das rund vier Millionen Erwachsene. Wenn davon wie ermittelt zehn Prozent auf dem Elberadweg unterwegs waren, wären das auf dieser Strecke rund 400 000 jedes Jahr – Ausländer noch nicht mitgezählt. Das zeigt die enorme Bedeutung für den Tourismus.

Darauf stellen sich immer mehr Regionen und Anbieter ein. Die Zahl der Verknüpfungen anderer Radwege mit dem Elberadweg steigt. Immer mehr Gaststätten reagieren auf die Bedürfnisse der Radfahrer. Am Elberadweg wurde für diese Unternehmen eine Plakette für „Radfreundlich“ entwickelt, mit denen auch in der Sächsischen Schweiz immer mehr Häuser für sich werben. Radfreundlich zu sein heißt beispielsweise, Übernachtungen für eine Nacht, abschließbare Fahrradräume sowie Reparaturmöglichkeiten anzubieten, heißt es im jetzt erschienenen Handbuch 2016 für den Elberadweg. Herausgeber sind die Projektkoordinationen Elberadweg. Auf 104 Seiten stellen sich 580 als radfreundlich zertifizierte Unterkünfte vor, vom Zeltplatz bis zum Hotel. Bestellbar ist das jetzt im Internet. Demnächst soll es auch an die Tourist-Informationen entlang der Elbe ausgeliefert werden.

Das Handbuch gibt Tipps für Sehenswertes am Wegesrand, Einkehrmöglichkeiten und Reparaturwerkstätten – natürlich auch für den 34 Kilometer langen Streckenabschnitt von Heidenau bis Schmilka. Kartenmaterial skizziert den Wegeverlauf und zeigt Fähr- und Zugverbindungen sowie Touristinformationen an. Das im Querformat gedruckte Handbuch passt in jede Lenkertasche.

Laut ADFC nutzen die Radreisenden zwar immer noch in erster Linie Wegweiser und Karten zur Orientierung. Die Hälfte der Befragten gab aber auch an, ihre Smartphones dafür zu verwenden. Auch darauf stellen sich die Anbieter ein. So gibt es das Handbuch als kostenlosen Download sowie als App. Mit dieser wird der Nutzer nicht nur navigiert, sondern auch über aktuelle Baustellen, Umleitungen oder Änderungen von Fährzeiten informiert.

Darin heißt es zur Baustelle zwischen Heidenau-Großsedlitz und Pirna, dass an Wochenenden die Durchfahrt entlang der Elbe gewährleistet ist. Für die Werktage wird als Alternative eine Umfahrung rechtselbisch zwischen der Fähre Birkwitz und Altstadtbrücke in Pirna empfohlen. Um die Aktualität zu untermauern, wird auch auf Artikel auf sz-online verlinkt.

Koordinierungsstelle Elberadweg Süd, c/o Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V., Bahnhofstraße 21, 01796 Pirna, Telefon  03501 470147,[email protected]; und im Internet