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Sport

Führungsspieler bleibt in Dresden

Sebastian Greß ist in Großenhain aufgewachsen und verlängert beim Handball-Zweitligisten HC Elbflorenz – entgegen anders lautenden Gerüchten.

Sebastian Greß wirft bis 2022 für den HC Elbflorenz.
Sebastian Greß wirft bis 2022 für den HC Elbflorenz. © Ronald Bonß

In Dresden lachen sie sich ein bisschen ins Fäustchen. In der Vorwoche wurde Sebastian Greß gerüchteweise noch als potenzieller Neuzugang bei einem Erstligisten für die nächste Saison gehandelt. Nun hat der 24-Jährige beim Handball-Zweitligisten HC Elbflorenz vorzeitig seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängert – bis 2022. Damit hat der ambitionierte Verein sich auf der Position des Spielmachers zeitig festgelegt.

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„Sebastian macht eine gute Entwicklung in Dresden. Er ist enorm einsatzstark und flexibel im Rückraum einsetzbar. Das macht ihn für den Gegner so unberechenbar und für uns so wertvoll“, erklärt Manager Karsten Wöhler. Greß, der bereits seit 2015 für die Dresdner aufläuft, damals noch als Leihgabe des SC DHfK Leipzig, warf bereits 431 Pflichtspieltore in seinen 131 Zweit- und Drittligaspielen im schwarzen Dress der Sachsen. „Sebastian Greß ist für uns der Motor des Spiels, ein Führungsspieler auf und neben dem Feld, ein Motivator fürs Team und dazu noch ein Junge, der in der Region aufgewachsen ist. Natürlich möchten wir so einen Spieler wie ihn in Dresden binden“, ergänzt Cheftrainer Rico Göde.

Obwohl Greß in Würzburg geboren wurde, versteht er sich in der Tat als Typ aus der Region. Seine Eltern zogen kurz nach seiner Geburt nach Großenhain. Beim dortigen HC erlernte er das Handball-Abc und ist als Spielgestalter nach dem Abgang des tschechischen Nationalspielers Roman Becvar nicht mehr wegzudenken aus dem Gefüge des aufstrebenden Vereins, mit dem er 2017 in die zweithöchste Spielklasse aufgestiegen ist. In dieser Saison hat der kreative Kopf des HC-Rückraums schon 41 Zweitligatore erzielt.

„Ich habe mich dafür entschieden, weil die Bedingungen für mich und meine sportliche Weiterentwicklung optimal sind“, erklärt der Spieler. „Außerdem fühlen meine Freundin und ich uns sehr wohl in Dresden, und da ich im Herbst ein Studium angefangen habe, ist die Entscheidung sinnvoll.“ Greß studiert Medieninformatik. „Man darf nicht nur Handball im Kopf haben. Sonst macht es auch irgendwann keinen Spaß mehr“, ergänzt der vielseitige und ehrgeizige Profi.