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Elbflorenz-Handballer stehen im Halbfinale

Das zweite Team kämpft Ostern an der Ostsee um den Einzug ins DHB-Amateurpokal-Endspiel.

© Jürgen Lösel

Von Maik Schwert

Hamburg rückt näher. In der Hansestadt findet am ersten Mai-Wochenende das Final Four um den DHB-Pokal der Profis statt – und in dessen Rahmen auch das Endspiel um den Amateurpokal. Davon sind die Handballer des HC-Elbflorenz II nur noch einen Erfolg entfernt. Sie gewannen das Viertelfinale am Sonntag daheim gegen die HSG Kleenheim mit 27:20. Im Halbfinale gastiert der Tabellenfünfte der mitteldeutschen Oberliga am 31. März bei der HSG Ostsee Neustadt/Grömitz.

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In kleinen Schritten

DSC vor Kracher in Schwerin mit viel Selbstanalyse

„Kleenheim war schon eine sehr gute, starke Mannschaft, die sehr dynamisch und schnell spielt“, sagt Elbflorenz-Trainer Rico Göde. Die Hessen belegen in ihrer Oberliga den dritten Platz. „Das Team von der Ostsee wird ein noch härterer Brocken.“ Es führt die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein an und möchte in die 3. Liga aufsteigen. Da klingen die Ziele der Dresdner bescheidener. „Wir wollen mit unserer Nachwuchstruppe den Klassenerhalt in der 4. Liga schaffen. Wir spielen eine sehr gute Saison und sind auf einem sehr guten Weg. Einige Punkte brauchen wir noch. Dann ist der Deckel drauf.“ Und der Weg frei für das andere Ziel – das DHB-Amateurpokal-Finale. „Wir haben schon vor dieser Saison gesagt, dass wir dahin möchten. Das wäre ein Event für uns, vor vielleicht 5 000 Zuschauern das Vorspiel vor dem Finale der Profis zu bestreiten.“

Dafür verzichtete die erste Mannschaft im DHB-Pokal auf einige Profis, die dadurch beim zweiten Team im Amateurpokal aushelfen durften. Dieses Mal verstärkten Robin Hoffmann, Adrian Kammlodt, Nils Kretschmer und Gabor Pulay die Truppe von Göde. Sie bestritten zwei Partien binnen 24 Stunden. Am Sonnabend holte das Quartett mit der ersten Mannschaft bei den Rhein Vikings in Düsseldorf mit dem 24:21 zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Am Sonntag unterstützte das Quartett das zweite Team. „Wir konnten besonders das Konterspiel der Kleenheimer Außenspieler, das deren größte Waffe ist, weitestgehend unterbinden“, sagt Göde.

Das Quartett kann seiner Truppe auch beim nächsten Mal helfen – erneut in dieser zeitlichen Reihenfolge und mit umgekehrten Vorzeichen bei den Austragungsorten. Der Zweitligist spielt Gründonnerstag daheim gegen Dessau-Roßlau und der Viertligist am Karsamstag auswärts. Da bleibt dem Quartett sogar doppelt so viel Zeit zum Regenerieren. Sie dürfte auch nötig sein, denn bei der Mannschaft an der Ostsee spielen junge Talente wie Juri Knorr (17) und alte Bekannte wie Lars Bastian (31). Der Sohn des Trainers Torsten Knorr ist Jugendnationalspieler und wechselt im Sommer zum FC Barcelona. Bastian spielte von 2014 bis 2017 beim HC Elbflorenz.