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Elbhangfest im Nieselregen

© René Meinig

Tausende Besucher strömten trotz Kälte an den Hang. Dort gab es in diesem Jahr viele Premieren. Und einen Diebstahl.

Von Julia Vollmer

Elf Grad und Regen: Trotz des schlechten Wetters ließen sich viele Dresdner am Wochenende nicht vom Besuch des Elbhangfestes abhalten und strömten nach Loschwitz, Pillnitz und Wachwitz.

Der Elbhang feiert

Tobias May präsentiert eines seiner Handbrote.
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Nachtumzug am Elbhang

Eines der Elbhangfest-Highlights war der Nachtumzug am Samstagabend.
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Unter den Besuchern waren auch Alt-Ministerpräsident Stanislaw Tillich und seine Frau Veronika. Sie genossen am Samstag im Weindorf in Loschwitz einen guten Tropfen Weißwein und tankten Kraft für den Abend. „Wir wollen noch das Deutschland-Spiel gucken und zum Nachtumzug“, so Tillich. Er dürfte sich – wie Millionen andere auch – über den Sieg der DFB-Elf gefreut haben.

In diesem Jahr gab es beim Fest so einige Premieren. Alles unter dem Motto „Gründer und Erfinder – der Hang zur Technik“. Erstmals riefen die Initiatoren den „Wissenscampus Pillnitz“ aus. In der Orangerie beleuchteten Künstler, Forscher und Experten in kurzen Vorträgen Themen wie künstliche Intelligenz und Uhrmacherkunst. Das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte präsentierte eine Auswahl der Exponate der Glashütter Uhrengeschichte. Erstmals war das Elbhangfest zu Gast im Kunstgewerbemuseum. Die Ausstellung „Verblüffende Glaskunst – Modelle der Blaschkas“ zeigte Fotos der Arbeiten der aus Hosterwitz stammenden Künstler- Familie.

Am Samstagabend wurde es gleich zwei Mal bunt. Die Bühne am Wasser in Pillnitz lud zur großen Abend-Show unter dem Motto „Alles ist relativ“ ein. Zusätzlich zum Festumzug am Samstagvormittag brachten am Abend zehn bewegende und bewegte Bilder den Himmel beim Nachtumzug zum Klingen und Leuchten. Auch hier von Schlecht-Wetter-Laune keine Spur. Diese Einschätzung teilt die Polizei. Bis auf einen kuriosen Diebstahl blieb alles ruhig. Unbekannte klauten von einem Stand auf der Fidelio-F.-Finke-Straße 2 000 Ohrringe im Wert von 13 000 Euro. Zufrieden mit ihrem ersten Fest als Elbhangfest-Chefin zeigte sich Lydia Göbel. Auch wenn sich das Wetter auf die Gästezahl niederschlug. „Genau kann ich es noch nicht sagen, aber wir haben ein deutliches Besucherdefizit.“ Glücklich zeigte sie sich darüber, dass alle Veranstaltungen trotz Regens stattfanden.