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Electra sagt musikalisch adieu

© Daniel Förster

Die Kultband aus Dresden spielt in Obervogelgesang am Sonnabend ihr letztes Konzert.

Obervogelgesang. Bandleader Bernd Aust macht ernst. „Das ist definitiv unser letztes Konzert“, sagt der Chef der Rockband Electra aus Dresden. Am 26. September tritt die Kultband auf dem Gelände des Gasthofs Obervogelgesang auf. Warum endet die Karriere der bundesweit angesagten Musiker ausgerechnet hier? Bernd Aust lacht. „Okay, es ist nicht gerade der Nabel der Welt. Aber wir haben in Obervogelgesang angefangen und wollen deshalb auch hier aufhören“, erklärt der 70-Jährige. Für ihn ist Obervogelgesang ein guter Schlussstein bei der Erfolgsgeschichte von Electra, die er im Jahr 1969 mitbegründet hat. Außerdem spielten die eloquenten Überredungskünste von Gastwirt Matzke eine Rolle. Denn ursprünglich überlegte die Band, ihre Abschiedstour mit ihrem Auftritt in Magdeburg am vergangenen Wochenende zu beenden. „Aber Walter Matzke ließ nicht locker. Wer ihn kennt weiß, dass man ihm schlecht widersprechen kann“, erklärt Bernd Aust mit einem Schmunzeln.

Spezialgäste von anderen Bands erwartet Aust übrigens nicht. „Das Publikum will Electra hören und soll uns auch bekommen.“ Allerdings habe er erfahren, dass sich Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) mit seinem Stab im Rahmen einer Klausurtagung derzeit in der Sächsischen Schweiz aufhalten soll. „Gerüchte besagen, dass sich Hilbert unbedingt unser Konzert anhören will.“

Nach den vielen Erfolgen, die die Gruppe verbuchen konnte, fällt das Aufhören nicht ganz leicht. Das gibt Aust unumwunden zu. Offensichtlich überwiegt jedoch der gesunde Menschenverstand bei den „Jungs“. „Das Alter kann man kaschieren. Aber wenn man gut von der Bühne abtreten will, muss man den richtigen Zeitpunkt finden.“ Und der ist am Sonnabend in Obervogelgesang ab 20 Uhr. (hui)