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Elefantenrennen über fünf Kilometer

Ein Fernfahrer blockiert minutenlang die linke Fahrspur der Autobahn und verursacht beachtlichen Stau. Polizisten haben das live erlebt.

© Symbolbild: dpa

Bautzen.Minutenlang hat ein Laster am Donnerstagvormittag bei einem Überholvorgang die linke Spur der Autobahn Richtung Görlitz blockiert und für Stau gesorgt. Dumm für ihn: Eine Streife der Autobahnpolizei beobachtet das Geschehen, das sich bei Bautzen über fünf Kilometer hinzog. Sie lotsten das Gespann in Bautzen-Ost von der A 4.

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Der 64-Jährige war sich keiner Schuld bewusst. „Dass er rein rechnerisch einen Geschwindigkeitsüberschuss von rund 20 km/h bräuchte, um überholen zu dürfen, war ihm – so wie wahrscheinlich vieler seiner Kollegen – nicht bekannt“, sagt Polizeisprecher Thomas Knaup. Der Lkw hätte nach geltender Rechtsprechung für sein Manöver höchstens 45 Sekunden benötigen dürfen. Das Verhalten zieht nun ein Bußgeldverfahren nach sich.

Einmal angehalten, wurde der Laster auch technisch überprüft. Die Bremse am Anhänger war defekt, alle Bremsscheiben waren durchgerissen. Ein technischer Sachverständiger stufte den Anhänger als verkehrsunsicher ein. Daraufhin untersagten die Polizisten dem Mann die Weiterfahrt.

„Der 64-jährige Fahrer und auch der Halter des in Polen zugelassenen Gespanns sind nicht das erste Mal mit technischen Mängeln an einem Lkw polizeilich in Erscheinung getreten“, so Thomas Knaup. Darum wird die Polizei der Bußgeldstelle empfehlen, nicht das üblicherweise fällige Bußgeld, sondern einen spürbar höheren Betrag zur Ahndung der Ordnungswidrigkeiten anzusetzen. (szo)