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Elektrofahrzeug fährt fürs Elstraer Rathaus

Bürgermeister Frank Wacholz übernimmt die Vorreiterrolle in Sachen E-Mobilität.

Von Rocci Klein
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Gunnar Schneider, Leiter des Enso-Kommunalvertriebes, übergibt den VW e-Golf an Bürgermeister Frank Wachholz (r.).
Gunnar Schneider, Leiter des Enso-Kommunalvertriebes, übergibt den VW e-Golf an Bürgermeister Frank Wachholz (r.). © Rocci Klein

Elstra. Die Stadtverwaltung in Elstra fährt ab sofort auch auf Elektromobilität ab. Fast lautlos schlich der VW e-Golf kurz vor Ostern über den Elstraer Marktplatz. Nur das Poltern der Räder hörte man zwischen den zwitschernden Vögeln. Am Steuer Frank Wachholz, Bürgermeister der Stadt Elstra. Er hatte die ehrenvolle Aufgabe, das bereitgestellte und neue Fahrzeug der Elstraer einzuweihen und die erste Fahrt zu übernehmen.

Auf dem Beifahrersitz hatte Gunnar Schneider Platz genommen. Er ist Leiter des Enso-Kommunalvertriebes und übergab gemeinsam mit dem Regionalbereichsleiter des Landkreises Bautzen, Detlef Marko, das Elektrofahrzeug an Frank Wachholz. Damit auch jeder versteht, wie man das Fahrzeug bedient und lädt, stellten sich mehrere Mitarbeiter der Stadtverwaltung um den Golf auf. Sie bekamen eine kurze Einweisung, denn solch ein Fahrzeug ist nicht wie jedes andere. „Die Ladesäule für solche E-Fahrzeuge steht aktuell noch nicht, wird aber in den kommenden Monaten auf dem Marktplatz aufgebaut,“ erklärte Frank Wachholz. Diese ist dann auch für alle anderen Elektrofahrzeuge nutzbar.

Ist der e-Golf vollgeladen, schafft er mit seiner 323-V-Lithium-Ionen-Batterie eine Laufleistung von etwa 250 Kilometer. Da dieses Fahrzeug ein reines Elektroauto ist, hat es auch keinen Ersatztank mit Benzin oder Diesel. Mit der neuen Ladesäule auf dem Marktplatz wäre der Akku in etwa einer Stunde voll aufgeladen und damit wieder einsatzbereit.

Doch, wie kommt es nun dazu, dass die Stadt Elstra so ein Fahrzeug von der Enso gestellt bekommt? „Wir müssen mit der Zeit mitgehen, regenerative Energien sollte ein Schwerpunkt in unseren Kommunen werden“, sagte Frank Wachholz. Seit 2016 läuft dazu das Projekt „Ekku“ – Elektromobilität in Kommunen und kommunalen Unternehmen, bei dem die Enso eng mit Städten und Gemeinden zusammenarbeitet. Dabei beschafft und managt der Energieversorger Elektrofahrzeuge und Ladeinfrastruktur über die Förderrichtlinien des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Die Kommunen und kommunalen Einrichtungen nutzen dann diese Fahrzeuge im realen Alltagseinsatz. Dabei soll die Stadt ihrer Vorreiterrolle gerecht werden, die Integration von Elektromobilität sichtbar machen und Akzeptanz für diesen Weg der Mobilität schaffen.

Schon mehr als 40 Elektrofahrzeuge verschiedener Typen sind aktuell im EnsoFuhrpark verfügbar. 23 öffentliche Ladesäulen stehen den E-Fahrzeugen aktuell zur Verfügung, darunter im Landkreis Bautzen die Stadt Bischofswerda, Cunewalde, Großharthau, Pulsnitz, Radeberg und Schirgiswalde-Kirschau.