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Elstra sucht Pächter

Nach über 20 Jahren gibt Heike Duda ihren Sportlertreff auf. Der soll schnell wiederbelebt werden. Findet sich kein Nachfolger, hat die Verwaltung bald ein Problem.

© Matthias Schumann

Von Manuela Paul

Elstra. Dienstagvormittag. In Heikes Sportlertreff herrscht reger Betrieb. Etwa ein Dutzend Hortkinder tummelt sich auf der Bowlingbahn. Kein Wunder. Die sportliche Ferienaktivität ist bei den Mädchen und Jungen beliebt. Und in der Elstraer Sportlergaststätte gibt es eine solche Anlage.

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Heike Duda ist die gute Seele des Sportlertreffs. Seit 23 Jahren steht sie hinterm Tresen der gastlichen Stätte. Die war anfangs am alten Sportplatz zu finden, seit 2001 ist das Lokal im neuen Sportzentrum beheimatet. Doch am 30. Juni ist Schluss. Dann räumt die Elstraerin das Feld. Es wird ihr zu viel. „Ich bin größtenteils allein hier. Gerade wenn Feiern auszurichten sind, ist das kaum zu schaffen.“ Deshalb will sie sich neu orientieren. Mit Anfang 50 könne sie einen Neustart noch schaffen, erzählt die Gastronomin. Je länger sie warte, umso schwieriger werde es.

Allerdings fällt es ihr nicht leicht, einen Schlussstrich unter das Kapitel Sportlertreff zu ziehen. Immerhin habe sie sich im Laufe der Jahre einen festen Kundenstamm aufgebaut. „Da denkt man schon immer wieder mal darüber nach, ob die Entscheidung richtig ist“, sinniert Heike Duda. Sie hofft, dass die Stadtverwaltung möglichst schnell einen neuen Pächter findet. „Denn ich wünsche mir natürlich auch, dass es hier weitergeht.“

Auch Elstras Hauptamtsleiter Steffen Wustmann hofft, dass sich ein geeigneter Nachfolger findet. Am besten jemand mit Fachkunde, eigenen Ideen und persönlichem Engagement. Die Ausschreibung läuft bereits. Bis Ende März können Bewerbungen im Elstraer Rathaus eingereicht werden. Die Zeit drängt. Schließlich geht es ja nicht nur um die Betreibung der Sportgaststätte. Zu dem städtischen Objekt gehört auch besagte Bowlingbahn. Die soll der neue Betreiber in Eigenregie managen. Anders als bisher. Heike Duda vergab zwar die Termine fürs Bowlen, war aber nur prozentual an den Einnahmen beteiligt. Der künftige Pächter soll außerdem im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages auch die Aufgaben als Platz- und Hallenwart übernehmen.

Deshalb ist die Stadtverwaltung natürlich interessiert, so schnell als möglich einen Nachfolger für Heike Duda zu finden. Gelingt das nicht, hat die Verwaltung bald ein Problem. Das fehlende gastronomische Angebot wäre dabei aber wohl nicht die vordringlichste Sorge. Stattdessen müsste die Verwaltung überlegen, wer sich künftig um Sportplatz, Turnhalle und Bowlingbahn kümmern soll.