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Eltern fordern mehr Geld für den Schulbus

Müssen Familien im Kreis die Differenz der Fahrtkosten tragen, wenn sie sich für eine weiter entfernte Einrichtung entscheiden? Dazu gibt es jetzt eine Petition.

© Matthias Weber

Von Romy Altmann-Kühr

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Neugersdorf/Landkreis Görlitz. Neugersdorfer Eltern fordern bessere finanzielle Unterstützung beim Schülerverkehr im Landkreis. Sie wollen, dass die Schülerbeförderungssatzung geändert wird. Dafür haben sie jetzt eine Petition gestartet und sammeln Unterschriften. Denn sie halten die Satzung für ungerecht, zu viele Familien würden auf den Fahrkosten für den Bus zur Schule sitzen bleiben.

Laut dem Sächsischen Schulgesetz regelt der Landkreis als Träger die Einzelheiten zur Schülerbeförderung. Im Kreis Görlitz gilt: Für den Fahrtkostenzuschuss wird immer der Weg von der Wohnung zur nächstgelegenen, geeigneten Schule zugrunde gelegt. Auch, wenn Schüler und Eltern sich für eine andere Schule entschieden haben, die weiter entfernt liegt. Dann muss die Familie die Differenz selbst tragen. Andrea Bürger ist eine Mutter, die das betrifft. Die Regelung schränkt die freie Schulwahl ein, sagt die Neugersdorferin. Denn wer sich das nicht leisten könne, müsse eben doch auf eine Schule ausweichen, die nicht die erste Wahl gewesen ist. Frau Bürgers Tochter besucht seit Schuljahresbeginn die Oberschule in Seifhennersdorf (SZ berichtete). Die nächstgelegene Schule wäre aber im Fall von Familie Bürger die Andert-Oberschule. Die Einrichtung in Seifhennersdorf sei für ihr Kind aber passender, sagt die Mutter. Fahrgeld für den Bus bekommt die Familie allerdings gar nicht, denn auch die Andert-Schule liegt weniger als drei Kilometer vom Wohnhaus der Familie entfernt. Und wer einen Schulweg von weniger als drei Kilometern hat, bekommt keinen Zuschuss, besagt die Schülerbeförderungssatzung des Kreises.

Frau Bürger hat nun die Petition initiiert, bekommt dabei Unterstützung von der Grünen-Landtagsabgeordneten Franziska Schubert aus Neugersdorf. Die Petition kann im Internet unterstützt werden. 2 200 Unterschriften sind nötig, sagt Frau Bürger. Vor wenigen Tagen ging die Petition online, bis 21. November kann sie unterzeichnet werden. Dann wollen die Initiatoren sie beim Landkreis einreichen, um eine Veränderung zu erreichen. „Wir wollen, dass das Thema im Kreistag auf den Tisch kommt“, sagt Andrea Bürger.

www.sz-link.de/schuelerbefoerderung