Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebnitz
Merken

Eltern packen selber an

Ein neuer Verein will in der Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Familien schaffen. Ideen gibt es - und Mut.

Von Anja Weber
Teilen
Folgen
NEU!
Für die Grundschule im Ort gibt es noch einiges Entwicklungspotenzial. Aber auch sonst wartet auf den neuen Verein viel Arbeit.
Für die Grundschule im Ort gibt es noch einiges Entwicklungspotenzial. Aber auch sonst wartet auf den neuen Verein viel Arbeit. © Steffen Unger

Der Schulhof der Grundschule benötigt eine Kur, im Haus selbst wird der Platz zu eng. Und wer in nächster Zeit für sein Kind einen Platz im Schulhort oder in einer Kita der Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach braucht, könnte Pech haben. Denn in manchen Einrichtungen werden die Plätze knapp. Überhaupt gibt es zu wenig Angebote für Kinder und Jugendliche. Das soll sich ändern.

Engagierte Eltern, Elternräte und auch Einrichtungsleiter haben deshalb beschlossen, einen Förderverein zu gründen. „Uns ist es wichtig, dass wir für die Kinder und Jugendlichen im Ort etwas bewegen und die Gemeinde unterstützen können, familienfreundlicher zu werden“, sagt Christian Kochbeck, einer der Engagierten.

Bereits vor zwei Jahren gab es die Idee, einen solchen Verein ins Leben zu rufen. Die Gründe dafür haben sich nicht geändert, deshalb ergreifen die Eltern jetzt die Initiative. Sie haben am Dienstagabend den Förderverein „Landkinder Gemeinde Dürrröhrsdorf“ gegründet. Bewusst habe man sich verständigt, für alle Kinder- und Jugendeinrichtungen in der gesamten Gemeinde da zu sein und vor allem auch mit allen Eltern zusammenzuarbeiten. Denn überall in der Gemeinde gibt es Dinge, die für Familien verbessert werden können.

Konkret möchte der Verein Kinder und Jugendliche in allen Ortsteilen fördern – in den Bereichen Bildung, Sport, Kultur und Kunst. Das große Ziel ist es, die Gemeinde familienfreundlicher zu gestalten, familienorientierte Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen und ein gemeinsames Miteinander zu entwickeln.

Die Gemeinde muss ihren Teil beitragen

Eines haben die Gründungsmitglieder aber gleich klargestellt: Der Verein wird nicht für Dinge finanziell aufkommen, für die die Gemeinde oder der jeweilige Träger zuständig ist. In ihrer Diskussionsrunde brachten die Vereinsmitglieder bereits ihre Gedanken ein, welche Ziele und Aufgaben der Verein künftig verfolgen soll. Das ist eine ganze Menge. Sie möchten sich mit Ideen einbringen, wie die Kindereinrichtungen erweitert oder schöner gestaltet werden können. Oder wie diese zu schnellem Internet kommen. Außerdem möchte der Verein den Jugendklub unterstützen sowie Kultur-, Bildungs- und Sportangebote fördern. 

Eine Möglichkeit sehen die Vereinsmitglieder auch in Veranstaltungen speziell für Familien oder in Kinovorführungen in den Orten. Der Bedarf an solchen Angeboten sei da. Nur müsse es jemanden geben, der sich darum kümmert, sagen die Eltern. Sie wollen umweltbewusste und nachhaltige Projekte fördern. Ein Beispiel ist der Altpapiercontainer, der dauerhaft an der Grundschule platziert wurde. Er hilft, die Schulkasse aufzufüllen und für die Schüler kleinere Anschaffungen zu ermöglichen. Und da der Förderverein auch eine Brücke zwischen den Generationen schlagen will, sollen Angebote für die ältere Generation mit aufgenommen werden.

Zum ersten Vorstand wurde am Dienstagabend Christin Nickisch gewählt. Für die Mitglieder des Fördervereins beginnt jetzt die eigentliche Arbeit. „So werden wir nach der Eintragung und den ganzen organisatorischen Hürden anfangen, fleißig Projekte und Mitglieder zu sammeln. Wir wollen unseren Ort noch schöner für Familien machen, wollen die Kindertageseinrichtungen und die Jugendlichen unserer Gemeinde bei Projekten unterstützen“, sagt Christian Kochbeck vom Verein.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/sebnitz vorbei.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.