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Eltern begrüßen Hilfspaket

Die Landesvertretungen sehen viele Forderungen gegen den Lehrermangel erfüllt – warnen aber vor Ungerechtigkeit.

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© Symbolfoto: dpa

Dresden. Der Landeselternrat Sachsen hat positiv auf das Maßnahmenpaket zur Lehrerversorgung reagiert. Das Kabinett hatte sich auf ein Programm über 213 Millionen Euro in den Jahren 2017/18 geeinigt. Die Maßnahmen sind „wesentliche Schritte, die Rahmenbedingungen in Sachsen deutlich zu verbessern“, teilt der Vorsitzende Peter Lorenz mit. Etwa die dreimonatige Grundausbildung von Seiteneinsteigern sei „eine fundamentale Voraussetzung, um mit den Kindern überhaupt umgehen zu lernen.“ Auch die Fort- und Weiterbildung an Hochschulen sei eine Maßnahme im Sinne der Eltern.

Der Landesschülerrat begrüßte die vorgestellten Maßnahmen. „Damit geht die Regierung einen längst überfälligen Schritt“, heißt es. Dringenden Nachholbedarf gebe es jedoch weiterhin bei den Gehältern, die nicht denen der anderen Bundesländer entsprechen. „Schade ist nur, dass man die Lehrer, die bereits jetzt im Schulsystem sind, wenig für die vergangenen Bildungserfolge belohnt“, so der Vorsitzende Friedrich Roderfeld.

Die Fraktion der Linken im Landtag kritisierte das Paket als unzureichend, um ausreichend qualifizierten Nachwuchs für Sachsen zu gewinnen. Es sei außerdem „höchst ungerecht“, dass neu eingestellte Lehrer in Zukunft mehr verdienen als bereits angestellte Kollegen, so die bildungspolitische Sprecherin Cornelia Falken. Das Paket könne nur ein erster Schritt sein, sagte auch Petra Zais (Grüne). „Auch wenn Verbesserungen in der Vergütung vorgenommen werden, bleibt die Ungerechtigkeit in der Bezahlung – die Grundschullehrkräfte müssen nachziehen.“ (SZ/sca)