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Elternbeitrag für Kita steigt

Der Neun-Stunden-Platz in der Krippe wird zum Beispiel fünf Euro teurer. Die Beiträge in Schwepnitz bleiben aber insgesamt noch moderat.

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© dpa

Schwepnitz. Eltern in Schwepnitz müssen ab Oktober mehr für die Betreuung ihrer Kinder in Kita, Hort und bei Tagesmüttern zahlen. Eine entsprechende Änderung der Satzung beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Die Beiträge klettern demnach in allen Bereichen moderat nach oben.

Die Eltern von Krippenkindern zahlen in Zukunft für die Neun-Stunden-Betreuung ihres ersten Kindes 173 Euro. Bisher wurden 168 Euro fällig. Die Eltern von Kindergartenkindern werden mit 110 Euro zur Kasse gebeten (neun Stunden, erstes Kind, Familie), das sind acht Euro mehr als bisher. Und auch die Familien, die ihr Kind im Hort betreuen lassen, müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Sie zahlen allerdings für einen Sechs-Stunden-Platz nur zwei Euro mehr als bisher und kommen damit auf monatlich 61 Euro. Die Gemeinde Schwepnitz ist eine der wenigen Kommunen in der Region, die die Eltern in höchstmöglichem Maß an den Betriebskosten beteiligen. Die Eltern übernehmen 30 Prozent der Betriebskosten in Kindergarten und Hort und 23 Prozent der Betriebskosten in der Krippe. Mehr lässt der Gesetzgeber nicht zu, den Rest zahlen Gemeinde und Freistaat. Die Gemeinde reizt den Prozentsatz auch aufgrund ihrer finanziellen Situation voll aus.

Die Elternbeiträge in der Gemeinde bleiben aber im Regionsvergleich trotzdem moderat hoch. So zahlen zum Beispiel die Eltern in Kamenz für einen Neun-Stunden-Krippenplatz 17 Euro im Monat mehr als die Eltern in Schwepnitz. Die Königsbrücker Familien müssen sogar 31,20 Euro mehr im Monat überweisen, um ihr Krippenkind neun Stunden lang am Tag betreuen zu lassen. Die Gemeinde Schwepnitz baut zurzeit für 2,2 Millionen Euro eine neue Kita an der Kamenzer Straße. Sie will damit die alte Einrichtung an der Gartenstraße und die kleine Kita in Cosel ersetzen. 132 Kinder sollen dort Platz finden. (SZ/NP)