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Emma folgt auf Amelie

Genau 211 Riesaer Kinder kamen 2015 zur Welt. Bei der Namensgebung bauten die Eltern nicht nur auf Klassiker. Auch ein prominenter Name ist dabei.

© Symbolbild/dpa

Riesa. Im vergangenen Jahr sind genau 211 Riesaer Kinder zur Welt gekommen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Damit seien die Geburtenzahlen in der Stadt etwa konstant geblieben. Für das Jahr 2014 wurden der Stadt 212 Neugeborene gemeldet.

Eine gewisse Konstanz gab es laut Stadtverwaltung auch bei der Namensgebung der Kinder – jedenfalls bei den Jungen: Demnach konnte Finn – auch Fynn geschrieben – den Spitzenplatz des beliebtesten Vornamens für neugeborene Riesaer Jungen verteidigen. Gleich sechsmal wählten die Eltern diesen Namen, exakt wie schon 2014. Dahinter folgte der Name Emil mit drei Nennungen. Eine Liste von gleich 19 Namen war laut Stadtverwaltung jeweils doppelt vertreten. – Deutlich anders als bei den Jungen sah es im vergangenen Jahr dagegen bei den Mädchennamen aus: Die Siegerin von 2014, Amelie, fand gar nicht mehr statt. Stattdessen heißen sechs kleine Riesaerinnen jetzt Emma, gefolgt von den jeweils vierfach vertretenen Jasmin/Yasmine und Mia sowie den je dreimal gewählten Greta, Lena und Lilly. Die insgesamt 103 Riesaer Jungen erhielten 77 verschiedene Namen, die 108 Mädchen sogar 81 – wobei manche als Doppelnamen kombiniert wurden.

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Internationale Einflüsse

Bei der Namensfindung bauten die Eltern nicht ausschließlich auf Klassiker: Die Auswahl war laut Stadtverwaltung „international und traditionell zugleich“. Die kleine Smilla beispielsweise habe ihren Namen aus dem Grönländischen, Aida sei arabischen und Chayenne sogar indianischen Ursprungs.

Daneben hätten sich aber viele Eltern auch für seit Jahrhunderten im deutschen Sprachraum etablierte Namen wie Anna, Elisabeth, Martha, Johanna oder Lotte entschieden, so die Stadtverwaltung weiter. Ein ähnliches Bild ergebe sich bei den Jungs: Rasul sei ein arabischer Name, Enio italienisch, und Neven stamme aus dem südslawischen Sprachschatz. Doch Klassiker wie Benno, Edgar, Kurt, Paul, Theo, Otto und Karl stünden mindestens ebenso hoch im Kurs.

Eines der Kinder wurde gar nach einem sächsischen Promi benannt. „Ob der kleine Friedrich August einmal so stark wird wie der berühmteste aller sächsischen Kurfürsten, muss man natürlich noch abwarten“, so die Stadtverwaltung in ihrer Mitteilung.

Den 211 Geburten stehen im Jahr 2015 laut Stadtverwaltung genau 513 Sterbefälle gegenüber. Bei Zu- und Wegzügen vermeldet Riesa dagegen eine positive Bilanz: „1 281 Menschen zogen nach Riesa um, 1 036 Frauen und Männer verließen die Stadt.“ Bei diesen Zahlen spiele auch der Zuzug von Asylbewerbern eine gewisse Rolle. Der Bevölkerungsrückgang sei aufgrund der vielen Zuzüge zumindest eingebremst. Nach den Erhebungen des Einwohnermeldeamtes hatte Riesa zum Jahresende 31 579 Einwohner. (SZ)